DFB-Nachwuchsliga B U 17-Junioren: Wuppertaler SV – SC Paderborn 1:0 (0:0). Es ist vollbracht, die U 17 des Wuppertaler SV wird auch in der kommenden Saison in der höchsten deutschen Spielklasse antreten. Doch bis zum entscheidenden Sieg gegen den Nachwuchs des Zweitligisten mussten Trainerteam und Fans der Wuppertaler lange zittern. Erst in der siebten Minute der Nachspielzeit gelang Timon Rueb mit seinem Kopfball der Siegtreffer, obwohl der WSV schon zuvor einige sehr gute Einschussmöglichkeiten gehabt hatte. „Wir haben unsere Lehren aus dem Hinspiel (1:4-Niederlage) gezogen, haben heute aus einer kompakten Defensive darauf gelauert, dass Paderborn Fehler anbietet“, sagte Trainer Marc Kolinski. In den ersten zehn Minuten konnte man die spielerische Qualität der Gäste sehen, danach erspielten sich die Gastgeber noch in der ersten Hälfte vier, fünf hochkarätige Chancen. Einen Bilderbuchkonter vom eigenen Strafraum bis zwölf Meter vor das SCP-Tor schloss Noel Kotulla mit einem Flachschuss ab, der neben das Tor ging. Auch Andi Kelmendi und Angelo Barac konnten den starken Paderborer Torhüter nicht überwinden und Kerem Anil Askars Schuss faustete Moritz Brill herausragend aus dem Eck. Auch in der zweiten Hälfte hatte der WSV die erste Chance. Andi Kelmendi setzte sich auf der rechten Seite klasse durch, zog in den Strafraum und legte den Ball in den Rücken der Abwehr, doch ein Abwehrbein war noch dazwischen. In der Schlussphase überschlugen sich dann die Ereignisse. Immer wieder drängte der WSV auf den Siegtreffer, dann verletzte sich Brill, konnte aber weiterspielen. In der letzten Spielminute dann ein langer Ball auf Andi Kelmendi, der zuerst an den Ball kam, Brill war zu spät, traf den Stürmer, es gab Freistoß 19 Meter vor dem Tor und die Rote Karte gegen Brill. Da Paderborn bereits fünf Wechsel vorgenommen hatte, musste nun ein Feldspieler ins Tor. Der Druck des WSV wurde immer größer, nur der Ball wollte nicht ins Tor. Bis in der allerletzten Aktion ein von Askar getretener Eckball in den Fünfmeterraum flog, Timon Rueb am höchsten stieg und der Ball im linken Toreck einschlug. Der Rest war Jubel pur. Mitten in den Jubel ertönte der Schlusspfiff. „Die Jungs haben sich das einfach verdient. Man hat ihnen bis in die letzte Sekunde angesehen, dass sie unbedingt gewinnen wollten. Ich freue mich riesig“, sagte Marc Kolinski.