Baris Yilmaz jubelt mit Mitspielern im Spiel gegen Fenerbahce

Stand: 26.04.2026 • 21:19 Uhr

Dieses Istanbul-Derby hatte mal wieder alles – aber mit Galatasaray nur einen Sieger. Und dem ist die vierte Meisterschaft in Folge nach dem 3:0 (1:0)-Erfolg am Sonntag (26.04.2026) gegen Fenerbahçe kaum noch zu nehmen.


Sebastian Hochrainer

Drei Spieltage vor Schluss hat die Mannschaft um Leroy Sané, der wie schon im Hinspiel, als er beim 1:1 eines seiner bisher sieben Saisontore erzielt hatte, in der Startelf stand, sieben Punkte Vorsprung auf den Stadtrivalen. Mit einem Sieg am kommenden Samstag bei Samsunspor (19 Uhr) kann „Gala“ den vierten Meistertitel in Folge perfekt machen.

Zwei Elfmeterszenen sorgen für Unruhen

Nur vier Minuten dauerte es, bis es die erste Rudelbildung dieses tradionsgemäß hitzigen Derbys gab. Jayden Oosterwolde sprang nach einem hohen Ball in „Gala“-Keeper Ugurcan Cakir und löste damit den ersten hitzigen Moment der Partie aus, die noch viele solcher Situationen erleben sollte. Denn vor allem diskutiert wurde in diesem Spiel enorm viel.

Zum Beispiel in der 14. Minute, als Davinson Sanchez im eigenen Strafraum Fenerbahçe-Stürmer Sidiki Cherif umgrätschte und es Elfmeter gab – ganz klar eine korrekte Entscheidung, dennoch herrschte Diskussionsbedarf. Aber auch anschließender Jubel bei Galatasaray, weil Talisca den Strafstoß am Tor vorbeischoss (14.).

Hitzig wurde es neun Minuten später wieder, als Sané nach einem Zweikampf mit Nene Dorgeles zu Fall kam und sein Team vehement einen Elfmeter forderte, ihn aber auch nach der Ansicht der Videobilder nicht bekam (23.). Allerdings hatte diese Szene trotzdem einen entscheidenden Einfluss zugunsten von Galatasaray, denn die aus dieser Szene entstanden Auseinandersetzungen zwischen den Spielern führten unter anderem zu einer Gelben Karte für Fenerbahçe-Keeper Ederson, der mit Sané aneinandergeraten war.

Osimhen-Tor und Ederson-Rot entscheiden das Spiel

Bevor das weitere Konsequenzen für den Brasilianer hatte, traf Galatasaray zur Führung – und wie so oft war es Victor Osimhen, der nach einem langen Einwurf und einer Kopfballverlängerung am zweiten Pfosten zur Stelle war und die Ruhe bewahrte (40.). Wegen eines Unterarmbruchs hatte der Nigerianer knapp sechs Wochen pausieren müssen, mit seinem 13. Saisontor im erst 20. Ligaspiel feierte er ein Traum-Comeback.

Und das versüßte ihm seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit – und da kam Ederson wieder ins Spiel. Denn in der 60. Minute gab es einen Elfmeter für Galatasaray, eine minimale Berührung von Oosterwolde gegen Yunus Akgün reichte Schiedsrichter Yasin Kol, um auf den Punkt zu zeigen. Ederson konnte es nicht fassen, beschwerte und stellte sich lange vor den Elfmeterpunkt, spuckte provokativ und wurde vom Referee mit Gelb-Rot in die Kabine geschickt. Nach weiteren Diskussionen durfte Baris Yilmaz knapp sieben Minuten nach der Entscheidung zum Elfmeter antreten und traf zum 2:0 (67.).

Ganz wild wurde es dann nochmal beim 3:0, als Ederson-Ersatzmann Mert Günok erst eine Ecke sicher abfing, dann aber mit Mitspieler Archie Brown kollidierte und den Ball vor die Füße von Lucas Torreira fallenließ, der die Einladung zum Toreschießen annahm (83.). Spätestens jetzt war die Partie entschieden – und damit aller Voraussicht nach auch das Titelrennen in der Süper Lig.