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Mallorca (Spanien) – Tränen bei „Kitchen Impossible“ – und das lag nicht am Zwiebelschneiden. Auf Mallorca musste Tim Mälzer (55) gegen seinen Kontrahenten Alexander Herrmann (54) kochen und stieß dort nach vielen Jahren endlich wieder auf seine „Ersatzfamilie“, bei der er während seines Burnouts unterkam.
Feurig ging es dafür in der Heimat Hamburg zu. Im 3-Sterne-Restaurant fluchte sich Mälzer wie gewohnt durch die Küche. Kontrahent Alexander Herrmann verliert in der Nähe von Coburg die Nerven. Er wohnt nicht weit entfernt von der fränkischen Stadt und möchte sich gerade deshalb nicht blamieren.

Zum vierten Mal traten Tim Mälzer (l.) und Alexander Herrmann (54) in der TV-Show „Kitchen Impossible“ gegeneinander an. Jeder wollte natürlich gewinnen
Foto: Tim Mälzer vs. Alexander Herrmann
Kloß-Katastrophe bei Herrmann
Als er in seine Box zum Nachkochen blickt, stöhnt er: „So eine Scheiße!“ Mälzer hat ihm traditionelle Klöße zum Nachkochen vorgesetzt und grinst: „Reis und Knödel sind ein Garant für ein Scheiß-Ergebnis.“ Tatsächlich: Beim Klöße zubereiten erntet Herrmann beim Koch des Restaurants „Alte Mühle“ Entsetzen: „Dann hat der auch noch weiteres Kartoffelmehl dazugegeben. Zu viel Stärke!“ Trotz der Kloß-Katastrophe schafft es Herrmann auf 6,7 Punkte im Durchschnitt.

Alexander Herrmann müht sich mit dem Kloßteig ab
Foto: Tim Mälzer vs. Alexander Herrmann
Auch Tim Mälzer bleibt in der Heimat und muss im Restaurant „Haerlin“ (drei Michelin-Sterne) des Hotels „Vier Jahreszeiten“ das Gericht „In Zucchiniblüten gebratener Petersfisch mit Fenchel und Paprikaschaum“ zubereiten. Der TV-Koch ist bedient: „Das ist blanke, pure Hinterfotzigkeit auf allergrößtem Grandhotel-Niveau!“ Trotzdem ist er von sich überzeugt: „Für mich war das ein Homerun.“ Es läuft allerdings nicht ganz so gut: 6,5 Punkte im Durchschnitt.
Mehr zum ThemaTim Mälzer: „Habe mal sowas wie ein Burnout gehabt“
Nachdem Herrmann auf Sardinien weitere 6,5 Punkte erkocht, geht es für Mälzer nach Mallorca. Ruhe wird ihm dort nicht gegönnt: Immer wieder wird er von deutschen Touristen erkannt und muss für Bilder posieren. Dabei schwelgt Mälzer eigentlich in Nostalgie: „Ich habe hier meine Ersatzfamilie.“ Auf der Olivenöl-Finca der Familie Solivellas hatte er vor vielen Jahren viel Zeit verbracht, wie er erklärt: „Das war mein Auffangbecken. Ich habe mal sowas wie ein Burnout gehabt.“ Im Jahr 2006 musste Mälzer eine Pause einlegen, war komplett überarbeitet, wie er dem „Spiegel“ erzählte.
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Pep, der Senior der Familie, ist inzwischen verstorben, Mälzer konnte aber nicht zur Beerdigung kommen. Das belastet den Starkoch immer noch: „Ich bin ein bisschen angefasst.“ Als er auf der Finca auf den Rest der Familie trifft und ein Bild von Pep erblickt, kommen dem Koch die Tränen: „Tolle Person.“ Trotzdem muss noch „Arroz Brut“ gekocht werden, ein Gericht, für das Mälzer am Ende 6,9 Punkte bekommt. Er gewinnt die Show knapp mit 13,4 zu 13,2 und ist wieder ganz der Alte, als er Alexander Herrmann neckt: „Hättest du dich vielleicht mal ein bisschen anstrengen müssen.“