Eric Martel und der 1. FC Köln: Diese Beziehung könnte im kommenden Sommer enden. Der 23-Jährige ist in der Domstadt zwar absolut gesetzt, doch sein auslaufender Vertrag wurde bis dato noch nicht verlängert. Der Spieler lässt seinen Klub zappeln.
Gut möglich also, dass Martel einen anderen Weg einschlagen möchte. Der 1. FC Köln und dessen Geschäftsführer Thomas Kessler geraten somit unter Handlungsdruck. Mit Martel würde im zentralen Mittelfeld eine wichtige Achse wegbrechen. Die gute Nachricht: Auf dem Markt gibt es gleich mehrere spannende Optionen für den Aufsteiger. DERWESTEN schlägt drei Optionen für den 1. FC Köln vor.
Fujita als Königstransfer beim 1. FC Köln?
Da wäre zum einen Joel Chima Fujita. Der Japaner ist in seiner ersten Saison auf St. Pauli sofort eingeschlagen. Aus der Mittelfeldzentrale von Alexander Blessin ist Fujita längst nicht mehr wegzudenken. Das Problem aus Sicht der Hamburger: Der Klub ist akut abstiegsgefährdet, fünf Spieltage vor Saisonende steht man auf dem Relegationsplatz. Steigt St. Pauli ab, ist Fujita wohl nicht zu halten. Die Chance für den 1. FC Köln?
📌 Fakten
- Fakt 1: Fujita kam im Sommer 2025 für gerade einmal dreieinhalb Millionen Euro vom belgischen Erstligist St. Truiden nach Hamburg
- Fakt 2: Seit seinem Wechsel zu St. Pauli ist Fujita wieder fester Bestandteil der japnischen Nationalmannschaft
- Fakt 3: In dieser Saison stehen bereits vier Scorerpunkte für den 24-Jährigen zu Buche
Fujita wäre sicher nicht günstig zu haben. Mit den Millionen aus dem sich anbahnenden Abgang von Said El Mala könnte ein Transfer allerdings zu bewerkstelligen sein. Aber: Der „Effzeh“ würde mit Fujita einen ganz anderen Spielertyp als Eric Martel bekommen. Während Martel als klarer Sechser agiert, kann Fujita auch als Zehner, primär aber auf der Acht spielen. Das muss jedoch kein Nachteil sein. Ein bisschen Torgefahr kann schließlich nicht schaden.
Dahoud als kostengünstige Variante
Nicht ganz so torgefährlich, dafür aber ähnlich flexibel einsetzbar wie Fujita ist Mahmoud Dahoud. Der 30-Jährige hat sich in dieser Saison bei Eintracht Frankfurt zwischenzeitlich wieder in die erste Elf gekämpft. Seit der Übernahme von Trainer Albert Riera spielt der frühere BVB-Spieler jedoch keine Rolle mehr. Folgerichtig wurde sein Vertrag nicht verlängert, Dahoud wird den Klub im Sommer ablösefrei verlassen.
Anders als Fujita wäre Dahoud für den 1. FC Köln also enorm günstig. Das Problem: Dahoud hat kaum Spielpraxis, in dieser Saison stehen gerade einmal 740 Pflichtspielminuten zu Buche. Ob Dahoud also die erhoffte Sofort-Verstärkung wäre, darf sicher bezweifelt werden. Dazu kommt: Seine Vergangenheit bei Borussia Mönchengladbach dürften sicher nicht alle Fans des 1. FC Köln gerne sehen. Aber: Angesichts der geringen Einkaufspreises wäre ein Deal sicher kein großes Risiko.
Kommt Gerhardt zurück?
Und dann wäre da noch die romantischste aller Varianten: Eine Rückkehr von Yannick Gerhardt zum 1. FC Köln. Zurück dem Klub, den er 2016 mit 22 Jahren verlassen hat. 13 Millionen Euro gab der VfL Wolfsburg seinerzeit für Gerhardt aus. Auch heute kickt das Kölner Eigengewächs noch in der Autostadt. Aber wie lange noch? Die „Wölfe“ sind akut abstiegsgefährdet. Ob Gerhardt den Gang in Liga zwei mit antreten würde, ist höchst fraglich.
Der Spieler selbst scheint einer Rückkehr indes alles andere als abgeneigt zu sein. Gerhardt hat viele Verbindungen nach Köln, seine Frau und er haben erst zuletzt dort geheiratet. Im Interview mit „GEISSBLOG“ sagte der 32-Jährige im Januar angesprochen auf eine mögliche Rückkehr: „Im Fußball sollte man niemals nie sagen. Ich plane nicht so weit im Voraus, das kann man in diesem Geschäft ohnehin nicht.“ Ein Dementi klingt anders.
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Doch nicht nur auf emotionaler Ebene könnte ein Wechsel Sinn ergeben. In Wolfsburg spielt Gerhardt auch in dieser Saison eine solide Rolle. Zwischenzeitlich lief der gebürtige Würselener sogar als Kapitän auf. Der 1. FC Köln würde also auch einen Führungsspieler verpflichten, der in schwierigen Zeiten vorangehen kann. Eine Rolle, die Dahoud und Fujita in diesem Maße sicher nicht zuzutrauen kann.
Köln wartet auf Martel
Aber: Sollte Eric Martel seinen Vertrag beim 1. FC Köln entgegen vieler Erwartungen doch verlängern, dürfte Geschäftsführer Thomas Kessler auf dieser Position wohl kaum groß nachlegen wollen. Zumindest ein Transfer von St. Paulis Fujita wäre aufgrund der finanziellen Größenordnung dann hinfällig. Bei Dahoud und Gerhardt könnte es sich allerdings lohnen, die Ohren steif zu halten.