Maschine aus Frankfurt

Beinahe-Kollision: Lufthansa-Jet weicht Frachtflugzeug aus

Aktualisiert am 27.04.2026 – 04:56 UhrLesedauer: 1 Min.

Dreamliner der Lufthansa: Am 19. April wäre eine Maschine der deutschen Airline beinahe mit einem Frachtflugzeug kollidiert.Vergrößern des Bildes

Dreamliner der Lufthansa: Am 19. April wäre eine Maschine der deutschen Airline beinahe mit einem Frachtflugzeug kollidiert. (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann/imago)

Ein Lufthansa-Flug aus Frankfurt musste in Bogotá den Landeanflug abbrechen. Der Grund lag in gefährlicher Nähe zu einem anderen Flugzeug.

Ein Lufthansa-Passagierjet aus Frankfurt ist in der Nacht des 19. April über dem Flughafen El Dorado im kolumbianischen Bogotá einem Frachtflugzeug gefährlich nahegekommen.

Der Flug LH542, ein Boeing 787-9 Dreamliner, befand sich bereits im Landeanflug, als er laut Daten des Flugverfolgungsdienstes „Flightaware“ auf Kurs zur selben Piste wie ein Boeing 777 von Qatar Airways Cargo war. Die Piloten leiteten ein Notmanöver ein und verhinderten damit möglicherweise eine Katastrophe, wie die kolumbianische Tageszeitung „El Universal“ berichtet.

Der Frachtflug QR8174 war zuvor aus São Paulo in Brasilien eingeflogen. Um eine Kollision zu verhindern, leitete die Crew ein sogenanntes „Go Around“ ein, einen Durchstartvorgang, bei dem der Landeanflug abgebrochen und eine neue Platzrunde geflogen wird. Während der Qatar-Frachter problemlos beim ersten Versuch landete, musste der Lufthansa-Jet mehrere Minuten in der Luft bleiben, bevor ein zweiter Anflug erfolgreich durchgeführt werden konnte.

An Bord sollen die Passagiere die brenzlige Situation deutlich wahrgenommen haben. „Es war ein heftiger Ruck zu spüren; der Pilot sagte, da sei Verkehr, und es könnte gefährlich werden“, zitiert die kolumbianische Tageszeitung einen Passagier.

Videos, die in sozialen Netzwerken kursierten, zeigten die Lichter beider Flugzeuge in beunruhigender Nähe zueinander am nächtlichen Himmel über der Sabana de Bogotá, heißt es in dem Bericht.