Das US-Militär hat nach eigenen Angaben ein weiteres mutmaßlich mit Drogen beladenes Boot im östlichen Pazifik angegriffen. Dabei seien am Sonntag (Ortszeit) drei Menschen getötet worden. Das teilte das US-Südkommando in einem Beitrag in sozialen Medien mit. Ein auf der Plattform X veröffentlichtes Video zeigt ein Boot, das explosionsartig in Flammen aufgeht. Wie in früheren Mitteilungen erklärte das Militär, Ziel seien mutmaßliche Drogenschmuggler entlang bekannter Drogenhandelsrouten gewesen.

Seit September vergangenen Jahres greifen die USA immer wieder Boote in der Karibik und im Pazifik an, die mit Drogen beladen sein sollen. Den Angaben zufolge wurden dabei bislang mindestens 186 Menschen getötet.

Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, dass sich die USA in einem „bewaffneten Konflikt“ mit Kartellen in Lateinamerika befänden, und die Angriffe als notwendige Eskalation gerechtfertigt, um den Drogenfluss zu stoppen. Seine Regierung hat jedoch wenig Beweise vorgelegt, um diese Behauptungen zu untermauern. Kritiker stellen die Rechtmäßigkeit der Angriffe infrage. Trotz des Kriegs mit dem Iran haben die Angriffe zuletzt wieder zugenommen.