Inbetriebnahme des Spielfeldes Jungfernstieg.

AUDIO: Trampoline am Hamburger Jungfernstieg: Streit ist beigelegt (1 Min)

Stand: 27.04.2026 10:53 Uhr

Ein Lkw rollte drüber, Innenstadtvertreter schimpften über eine Stolperfalle: Die Trampoline am Hamburger Jungfernstieg hatten keinen leichten Start. Jetzt ist der Streit um den umstrittenen Standort offenbar beigelegt.

Kaum waren die Trampoline im vergangenen Sommer eröffnet, gab es Ärger. Innenstadtvertreter und -vertreterinnen kritisierten den Standort mitten im Laufweg und sprachen von einer Stolperfalle. Im Winter erledigte sich das Problem dann auf unerwartete Weise: Bei der Anlieferung zum Weihnachtsmarkt rollte ein Lkw über die Anlage. Wegen der entstandenen Schäden mussten die Trampoline gesperrt werden.

Poller sollen Trampoline schützen

Jetzt geht es wieder los: Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) hat mit den Reparaturarbeiten begonnen. Und die Trampoline bleiben genau dort, wo sie sind. Damit künftig kein Lkw mehr zum Problem wird, sollen acht Metall-Poller die Anlage schützen. Je Poller veranschlagt der LSBG etwa 930 Euro, insgesamt also rund 7.500 Euro. Die Reparaturkosten trägt die Versicherung des Schadenverursachers. Wann die Trampoline wieder freigegeben werden, ist noch nicht ganz sicher, vielleicht schon Ende nächster Woche.

Bezirksamt: „Vernünftiger Kompromiss“ für alle

Bezirksamts-Chef Ralf Neubauer spricht auf Anfrage des NDR von einem „vernünftigen Kompromiss“, der alle Interessen berücksichtige. Ähnlich äußert sich der Trägerverbund Projekt Innenstadt. Nach Abschluss der Reparaturarbeiten werden die Trampoline wieder freigegeben – der LSBG peilt dafür Ende nächster Woche an. Der gesamte Umbau des Jungfernstiegs, in den Hamburg mehr als 13 Millionen Euro investiert hat, soll spätestens im Herbst fertig sein.

Inbetriebnahme des Spielfeldes Jungfernstieg.

An der Binnenalster wurden am Montag unter anderem ein Nebelfeld, Trampoline und ein Tanzglockenspiel in Betrieb genommen.