Tatsächlich konnte bis jetzt kein bestimmtes Produkt als Quelle identifiziert werden – und leider ebenfalls nicht, ob noch kontaminierte Produkte im Umlauf sind. Hauptsächlich werden jedoch, laut BfR, TK-Erdbeeren mit den Krankheiten in Verbindung gebracht. Aber wie kommen die Keime überhaupt in die TK-Tüten?
Keime können durch verunreinigtes Bewässerungswasser oder unzureichende hygienische Bedingungen in der Produktion oder dem Transport auf die Früchte übertragen werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt es sich, die Früchte gründlich abzuwaschen und vor dem Verzehr auf mindestens 90 Grad Celsius zu erhitzen, etwa für zwei Minuten. Die Angabe dieser Vorsichtsmaßnahme sucht man auf den Verpackungen der Produkte vergeblich.
Das Problem dabei: Schwärmten wir vorhin noch von den Vorteilen der vielen Vitamine von TK-Obst, wird dieser Bonus beim Erhitzen ungünstigerweise zunichtegemacht. Denn nicht nur die Keime werden dabei abgetötet, sondern auch die Vitamine und Nährstoffe. Um sich vor potenziellen Erregern zu schützen, sollte dennoch die Erhitzungs-Methode angewendet und zusätzlich darauf geachtet werden, dass der eigene Vitaminbedarf durch frisches Obst gedeckt wird.
Als Alternative kann selbstverständlich auch das frisch gekaufte Obst nach dem Waschen eingefroren werden – so umgeht man das genannte Problem. Extra-Bonus: Bei frischem Obst weiß man durch die Kennzeichnung im Supermarkt, woher das Obst stammt, bei TK-Obst ist diese nicht verpflichtend und somit häufig auch nicht genannt.
Schon gewusst? Außerdem haben Behörden bei TK-Früchten regelmäßig Pestizidrückstände festgestellt. Obwohl diese meist unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen, wurden in einigen Fällen bis zu 17 verschiedene Pestizide in Erdbeeren nachgewiesen. Daher empfehlen Experten, die Früchte vor dem Verzehr gründlich abzuwaschen, um mögliche Rückstände zu entfernen.