Ohne Fahrerlaubnis rast im September 2025 Rahman O. durch St. Pauli. Er ist alkoholisiert und steht unter Kokain-Einfluss. Das Auto ist geklaut. Während seiner rücksichtslosen Fahrt verfehlt er nur knapp ein Kind und liefert sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei, bis er schließlich angehalten werden kann. Jetzt hat das Landgericht Hamburg den 48-Jährigen verurteilt.

Im März hatte das Verfahren gegen Rahman O. vor dem Landgericht Hamburg begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vor.

Jetzt hat das Landgericht ein Urteil gesprochen. Vier Jahre Freiheitsstrafe. Zudem darf ihm lebenslänglich keine neue Fahrerlaubnis erteilt werden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Crash-Tour durch St. Pauli – Polizist rettet sich durch Sprung zur Seite

Am 10. September 2025 war Rahman O. mit einem geklauten Pkw auf der St. Pauli Hafenstraße in Richtung Fischmarkt unterwegs. 1,59 Promille habe der 48-Jährige dabei gehabt, so die Staatsanwaltschaft. Außerdem habe er unter Kokain-Einfluss gestanden.

Die Fahrt des Angeklagten wirkt wie eine Sequenz aus einem Actionfilm: Er geriet in den Gegenverkehr, missachtete rote Ampeln, fuhr über einen Gehweg und hätte fast ein Kind erwischt, wenn dieses nicht ausgewichen wäre. Mehrfach stieß sein Wagen mit anderen Fahrzeugen zusammen und ignorierte Polizeisignale, die ihn aufforderten, stehen zu bleiben.

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Auf der Max-Brauer-Allee wurde Rahman O. schließlich von drei Polizeiwagen blockiert. Doch auch das hielt ihn nicht auf. So soll er versucht haben, durch eine Lücke zwischen den Streifenwagen zu gelangen. Ein Polizist, der mit gezogener Waffe vor dem geklauten Auto stand, konnte sich nur durch einen Sprung zur Seite retten und verletzte sich dabei leicht. Schließlich wurde der 48-Jährige mit einem Taser überwältigt.