Ein Intensivpfleger hat über Jahre bewusstlose Patienten sexuell missbraucht. Das Landgericht Essen verurteilte den 32-Jährigen zu zwölf Jahren und drei Monaten Haft. Das Gericht verhängte zusätzlich ein lebenslanges Berufsverbot.
Der Angeklagte gestand, drei Frauen und einen Mann nach schweren Operationen vergewaltigt zu haben. Die Patienten waren bewusstlos und damit wehrlos. Er filmte die Taten und verschickte Fotos und Videos an eine Bekannte. Beide machten sich anschließend im Chat über die Übergriffe lustig.
Die Taten ereigneten sich zwischen 2017 und 2025. Der Pfleger arbeitete in mehreren Kliniken. Er beging die Übergriffe im Essener Universitätsklinikum sowie in einem Krankenhaus in Dortmund. Ermittler entdeckten die Aufnahmen auf seinem Handy, nachdem er wegen eines anderen Verdachts ins Visier geraten war.
Das Gericht betonte die besondere Schutzbedürftigkeit der Opfer. Der Richter erklärte, der Angeklagte habe die Patienten entwürdigt und ihre völlige Abhängigkeit ausgenutzt. Eine Mitangeklagte erhielt zwei Jahre Haft auf Bewährung. Sie hatte die Taten im Chat aktiv gefördert.
Die Identität eines Opfers bleibt ungeklärt.