Die Augsburger CSU wird sich am künftigen Regierungsbündnis im Stadtrat aus CSU, SPD, Freien Wählern und Generation Aux beteiligen. Am Montagabend nahmen die rund 60 Delegierten auf dem Bezirksparteitag den Entwurf einer Kooperationsvereinbarung an. Das wurde aus Teilnehmerkreisen am späten Montagabend bekannt. In dem Papier sind die Referatszuschnitte sowie rund 40 inhaltliche Eckpunkte beschrieben. Wie berichtet gab es im Vorfeld parteiintern Kritik am Verhandlungsergebnis, etwa weil die CSU nicht mehr für den Bereich Wirtschaftsansiedlung zuständig sein wird. Die inhaltliche Kritik wird nach der Wahlniederlage in der OB-Stichwahl und Verlusten bei Stadtratssitzen zudem von Personaldebatten innerhalb der Partei überlagert.
Die Vorbehalte schlugen sich auch im Abstimmungsergebnis nieder. In geheimer Abstimmung votierten am Ende 77 Prozent der Delegierten dafür, auf Basis des Kooperationspapiers beim Regierungsbündnis unter Führung von SPD-Oberbürgermeister Florian Freund mitzumachen. Das Ergebnis ist zwar klar, von Einstimmigkeit aber dennoch weit entfernt. Mit einem ähnlich durchwachsenen Ergebnis war Noch-Oberbürgermeisterin Eva Weber vor einem knappen Jahr als Oberbürgermeister-Kandidatin von ihrer Partei nominiert worden. Der Parteitag am Montagabend war nicht-öffentlich, um eine offene Aussprache zu ermöglichen.
Auch die SPD wollte am Montagabend über das Kooperationspapier abstimmen, allerdings galt hier die Zustimmung als sicher. Voraussichtlich am Mittwoch wollen die künftigen Partner ihre Vorstellungen zu Referaten und inhaltlichen Themen im Detail der Öffentlichkeit präsentieren.