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Hilden (NRW) – Über 1200 Polizisten, darunter 100 Beamte von schwer bewaffneten Spezialeinsatzkommandos, Spürhunde und Panzerwagen: Riesen-Razzia in Nordrhein-Westfalen! Aktuell läuft dort ein Zugriff gegen die Rocker der Hells Angels.
Seit den frühen Morgenstunden durchsuchen die Polizisten mehr als 50 Gebäude in Leverkusen, Köln, Langenfeld, Monheim am Rhein, Solingen, Dortmund, Oberhausen, Ahaus, Velbert, Duisburg, Bergheim, Gummersbach, Kempen, Herne, Voerde, Bielefeld, Bochum, Dinslaken, Lünen und Marienheide.

Die Polizei durchsuchte u.a. ein Clubheim in Hilden
Foto: Justin Brosch
Einer der größten Einsätze der Geschichte
Um Punkt vier Uhr schlugen die Elitepolizisten in ganz NRW zu. Schwer bewaffnet sprengten sie Türen an mehreren Häusern auf, stürmten hinein. Auch in einem Gewerbegebiet in Hilden, dort ist das Vereinsheim der Hells Angels das Ziel. Ansonsten geht es um Wohnungen und Geschäftsräume von Vereinsmitgliedern und Unterstützern der Rocker-Gruppierung. Es handelt sich dabei um einen der größten Einsätze zur Bekämpfung der Rockerkriminalität in der Geschichte Nordrhein-Westfalens. Im Zuge der Durchsuchungen wurde vom Innenministerium auch der Verein „Hells Angels Motorcycle Club Leverkusen“ verboten und aufgelöst.

Die Abkürzung „HAMC“ steht für „Hells Angels Motorcycle Club“: Der Einsatz richtet sich gegen Rocker
Foto: Justin Brosch
Immer wieder Mordanschläge im Rocker-Milieu
Der Grund für die spektakuläre Razzia und das Vereinsverbot sind die Ergebnisse eines umfangreichen Ermittlungsverfahrens des Polizeipräsidiums Düsseldorf unter Leitung der Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten in Nordrhein-Westfalen (ZeOS NRW) wegen des Verdachts der Bildung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung.
Zuletzt hatte es im Raum Köln immer wieder Mordanschläge im Rocker-Milieu gegeben. Außerdem verdoppelte sich letztes Jahr die Zahl der bekannten Höllenengel in NRW auf 317 Mann, hauptsächlich durch das Überlaufen von Bandidos-Rockern zu den Hells Angels.