Etwas später als sonst, aber es kommt. Auch in diesem Jahr gibt es im Moerser Jugend-Kulturzentrum „Bollwerk 107“ wieder ein zweitägiges „Rock-it!“ Festival, und zwar am Freitag und Samstag, 8. und 9. Mai. Am Montag (27. April) stellten Kai Baumann, Christina Bergs, Jan Krause und Laura Opallach vom Organisationsteam das Programm in der Bollwerk-Kneipe vor. „Wenn wir richtig gezählt haben, ist es inzwischen das 18. ‚Rock-it!‘ Festival, das hier stattfindet. Es wird also volljährig“, sagte Projektleiterin Christina Bergs. „Wir freuen uns alle sehr, dass es dank unserer beiden Sponsoren, der Sparkasse am Niederrhein und dem NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft auch in diesem Jahr wieder stattfinden kann.“

Aushängeschild des Bollwerks

„Dieses Festival ist das Aushängeschild des Bollwerks für die Förderung von musikalischen Newcomern“, bestätigte Bollwerk-

Kulturreferent und Team-Mitglied Jan Krause. Er lobte bei der Gelegenheit besonders den Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer, „ohne die wir das Ganze hier gar nicht auf die Beine stellen könnten“. Das gilt auch für das zwölfköpfige Orga-Team. Das hat sich seit dem Sommer 2025 insgesamt 350 Band- und Solo-Bewerbungen aus der nahen und ferneren, nordrhein-westfälischen Musikszene angehört, Davon kamen zunächst 60 in die engere Auswahl, von denen wiederum 18 endgültig gewählt wurden.

Die meisten von ihnen treten zum ersten Mal im Bollwerk auf, einige, wie der Moerser Sänger und Multiinstrumentalist Noah Warwel, die ebenfalls in Moers heimische Folk-Rock-Band „Lost Drill“ und die 2017 einst zum Spaß gegründete, jetzt aber ernsthaft musikalisch engagierte Band „Pastor Gerald“ aus Rheinberg, sind schon mehrfach mit dabei gewesen und dürften wieder zahlreiche Fans anlocken.

Neue Bands und Solisten kennenlernen

Die meisten Besucher, ist Christina Bergs überzeugt, „kommen aber wohl hauptsächlich, um neue Bands und Solisten kennen zu lernen“. „Ja, genau“, bestätigte ihre Team-Kollegin Laura Opallach: „Aus diesem Grund haben wir bei der Auswahl auch diesmal wieder darauf geachtet, eine möglichst breite Mischung aus allen möglichen Musik-Genres zu bieten.“ Das sind in diesem Fall von Indie-Pop, Deutsch-Rock, Punk, Rap, 90er-Jahre Dream-Pop über Singer-Song-Writer-Songs bis hin zu Hardrock und Metal, um nur einige Beispiele zu nennen.

Präsentiert wird diese musikalische Vielfalt an den beiden Festival-Tagen sowohl in der großen Bollwerk-Halle, als auch in der benachbarten Kneipe. Dabei tritt jede Band, beziehungsweise jeder Künstler etwa 30 bis 45 Minuten lang auf. „Die Auftritte sind zeitlich ganz genau getaktet,“ erklärte Bollwerk-Kulturreferent Jan Krause. „Wenn eine Band mehr Zeit für den Soundcheck braucht, kann sie halt nicht alle geplanten Songs bringen.“

Von den insgesamt 18 eingladenen Bands und Solo-Musikern werden am 8. Mai vier auf der großen Hallen-Bühne und drei in der Kneipe auftreten. Einlass ist Punkt 18 Uhr. Der Einlass am 9. Mai ist um 16 Uhr, also zwei Stunden früher, wodurch sechs verschiedene Acts in der Halle und fünf in der Kneipe möglich sind.

Dazu wird unter dem Namen „Frickeln“ an beiden Festival-Tagen im Spiegelsaal des Bollwerks ein offener Treff angeboten, bei dem sich interessierte Besucher unter der Anleitung des Elektro-Musikers Jorma selber mal an Instrumenten für elektronische Musik ausprobieren, sich mit Gleichgesinnten austauschen oder einfach nur zuschauen können. Die dafür nötige technische Grundausstattung ist vorhanden. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos.

Helferinnen und Helfer gesucht

„Dieses Festival ist für mich ein echtes Jahres-Highlight“, schwärmte Kai Baumann am Montag. „Anfangs war ich nur als Helfer an den beiden Festivaltagen mit dabei. Inzwischen gehöre ich seit drei Jahren zum Organisationsteam.“ Das gab seiner Kollegin Laura Oppallach das Stichwort zu einer bis dahin unerwähnten Information. „Für alle, die sich in diesem Jahr vielleicht auch gerne als Helfer bei dem Festival betätigen möchten, findet am 5. Mai um 19 Uhr ein Besprechungstreffen in der Bollwerk-Kneipe statt. Wir freuen uns dabei über jeden Interessenten. Vielleicht findet sich dabei ja auch wieder längerfristig jemand für unser Orga-Team.“