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Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) – Heute öffnet sich im Landgericht Rostock eine Tür, hinter der die unzähligen Fragen zu einem grausamen Verbrechen endlich Antworten bekommen sollen. Millionen Menschen blickten im letzten Oktober auf diesen einen Jungen, auf diesen einen Fall. Fabian (8) aus Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern). Am 10. Oktober 2025 hatte der Junge Nasenbluten, blieb zu Hause, während seine Mama arbeitete. Doch als sie wiederkam, war Fabian verschwunden. Vier Tage später wird er tot aufgefunden – erstochen und verbrannt an einem abgelegenen Tümpel.

Schon bald gerät Gina H. (30), die Ex-Freundin seines Vaters, ins Visier der Ermittler. Sie soll das Kind unter einem Vorwand weggelockt und ermordet haben. Seit heute muss sie sich für den Tod des Jungen vor Gericht verantworten. Der Vorwurf lautet: heimtückischer Mord. Zunächst sind 17 Verhandlungstage bis 2. Juli angesetzt.

BILD berichtet im Live-Ticker über den Prozess, der die Wahrheit hinter der Tat ans Licht bringen muss.

  • Das Tatmotiv

    Die Angeklagte wollte mit der Tat laut Staatsanwaltschaft den Streitpunkt mit Fabians Vater begraben und so die für sie auch finanziell vorteilhafte Beziehung wieder aufleben lassen.

  • 28.04.2026 – 10:12 Uhr

    Richter: „Es gilt Unschuldsvermutung“

    Der vorsitzende Richter erinnerte noch einmal daran: Das Gericht würde den Prozess „so objektiv wie es geht und nach den gesetzlichen Vorschriften“ führen. Holger Schütt: „Es gilt bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung.“

  • 28.04.2026 – 10:11 Uhr

    Prozess vorbei

    Das war es auch schon vom ersten Prozesstag. Heute wurde nur die Anklage verlesen.

  • 28.04.2026 – 10:10 Uhr

    Gina H. verweigert Aussage

    Nach der Verlesung der Anklage erklärte der Anwalt von Gina H.: „Wir werden keine Angaben zur Sache machen.“

  • 28.04.2026 – 10:08 Uhr

    Dorina L. wirkte gefasst

    Als die schreckliche Tatbeschreibung verlesen wurde, schluckte Fabians Mutter mehrfach, wirkte ansonsten sehr gefasst.

  • 28.04.2026 – 10:01 Uhr

    Zwei Stiche ins Herz

    Um 12.43 Uhr aktivierte Gina H. wieder ihr Smartphone. Daraufhin verabredete sie sich zu einem Treffen mit einem Freund. Dann soll sie nochmal zurückgefahren sein, um die Leiche mit Grillanzünder anzuzünden. Zwischen 10.50 Uhr und 13 Uhr verstarb Fabian durch mindestens 6 Stiche in den Brustbereich, von denen 2 direkt ins Herz gingen.

  • 28.04.2026 – 09:59 Uhr

    Staatsanwaltschaft sicher: Gina H. wollte töten

    Gina H. soll mit Fabian zu einer Schweinesuhle bei Klein Upahl gefahren sein. Dort soll sie plötzlich ein 10 Zentimeter langes und 1,5 Zentimeter breites Messer gezogen haben. „Sie handelte mit dem Entschluss, Fabian töten zu wollen“, so die Staatsanwaltschaft.

  • 28.04.2026 – 09:59 Uhr

    Gina H. deaktivierte ihr Handy

    Einen Tag nach dem Fabians Vater mit ihr Schluss machte, soll Gina H. am Tag darauf mit ihrem orangen Ford Ranger zu der Wohnanschrift von Fabian gefahren sein, der „wie vermutet oder in Vorfeld in Erfahrung gebracht“ allein und krank zu Hause war. Sie soll vor der Hausnummer 38/39 in eine Parklücke gefahren sein und ihn mitgenommen haben. Im Wald soll sie dann ihr Handy deaktiviert haben, so der Vorwurf.

  • 28.04.2026 – 09:53 Uhr

    Toter Fabian beobachtete Streit

    Die Angeklagte soll laut Staatsanwaltschaft bis August 2025 eine fast 4-jährige Partnerschaft mit Mathias R. (Fabians Vater) geführt haben. Nachdem Fabian eine körperliche Auseinandersetzung zwischen Matthias und Gina beobachtet haben soll, gab es einen Kontaktabbruch mit Fabian. Später sah Fabian die beiden wieder häufiger. Mathias wollte einen erneuten Kontaktabbruch mit Fabian nicht riskieren, deshalb beendete er die Beziehung mit Gina H. Das teilte er Gina H. laut Staatsanwaltschaft am 9.10.2025 noch in einer Chatnachricht mit.

  • 28.04.2026 – 09:49 Uhr

    Der Vorwurf

    Die Staatsanwaltschaft wirft Gina H. vor, Fabian heimtückisch und aus sonst niederen Beweggründen getötet zu haben.