Es ist das größte Bauprojekt, das Gemeinde Münster in den vergangenen Jahren verwirklicht hat, und nun ist es so gut wie fertig gestellt: Die Sanierung und die Erweiterung des Münstersaals sind nach gut einem Jahr  Bauzeit weitgehend abgeschlossen und auch die erste Veranstaltung hat darin bereits stattgefunden. Wie angekündigt wollte Bürgermeister Jürgen Raab das neue Prunkstück der Gemeinde seinen Einwohnern bei der Bürgerversammlung vorstellen und kürzlich war es nun soweit.

Bereits beim Betreten des Gebäudes dürfte alteingesessen Münsteranerinnen und Münsteraner der neu gestaltete Eingangsbereich aufgefallen sein. Die Türe des Gebäudes – ein Bauwerk aus der Zeit Anfang der 70er Jahre – wurde neu gemacht und erhöht. Auch der Bereich der Treppe, die in den Keller hinunter führt, wo früher ein beliebter Tanzbereich beheimatet war, wurde modernisiert und in Sachen Brandschutz und Sicherheit durch neue Türen und einen Handlauf auf den neuesten Stand gebracht.

Der alte Parkettboden wurde erhalten

Beim Betreten des Herzstücks, des Münstersaals, der für bis zu 190 Personen Platz bietet, fällt auf, dass die Planer um Architektin Gabriele Wenger vom Planungsbüro Wilhelm Architekten aus Gempfing sowie Christian Schlicker und Lukas Raab von der Bauverwaltung versucht haben, eine Symbiose aus Alt und neu zu erschaffen. So wurde der ursprünglich eingebaute Parketteschenboden bei der Sanierung erhalten. „Es darf auch ruhig was Altes zu sehen sein, so haben wir den Boden lediglich abschleifen lassen“, erklärt Lukas Raab eim Rundgang.

Auch die Decke vereint Altes und Neues, was allerdings nicht allen zunächst auffallen würde. Die alte Holzdecke wurde nämlich entfernt, darunter kam die alte Rippenbedondecke zum Vorschein, die nun optisch dem Saal ihren Stempel aufdrückt. Eine neue Zwischenverkleidung sowie LED-Lichter und schwarze Zierleisten geben der Decke einen modernen und funktionalen Touch. Auch die übrige Technik, ein Bühnenvorhang sowie eine Traverse für Licht- und Tontechnik wurden unter beziehungsweise an der Decke montiert. Eine weitere Neuerung ist neben der Fluchttüre in den Außenbereich, der neue Ausschankbereich, gleich links neben der Eingangstüre.

Der Gemeindesaal in Münster erstrahlt in neuem Glanz und kann von Vereinen und Bürgerinnen und Bürgern für Veranstaltungen genutzt werden.

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Der Gemeindesaal in Münster erstrahlt in neuem Glanz und kann von Vereinen und Bürgerinnen und Bürgern für Veranstaltungen genutzt werden.
Foto: Raab

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Der Gemeindesaal in Münster erstrahlt in neuem Glanz und kann von Vereinen und Bürgerinnen und Bürgern für Veranstaltungen genutzt werden.
Foto: Raab

„Die Küche haben wir erneuert und optisch in den Hintergrund gerückt“, erklärt Bürgermeister Jürgen Raab. Auch der alte Aufzug für Fässer wurde entfernt und durch eine Türe ersetzt, die in den circa 60 Quadratmeter großen neuen Anbau führt. Neben einem barrierefreien und behindertengerechtem WC und einem Lagerraum befinden sich in diesem hauptsächlich die neue Cateringküche.

Sie ist unter anderem ausgestattet mit Thermopots, Kühlschränken, Gefriermöglichkeiten sowie einen Ausgabebereich mit Rollladen und Wärmelampen. „Es wurden auch alle Vorkehrungen getroffen, um sie in eine Kochküche umzuwandeln“, erklärt Gemeindechef Jürgen Raab.

In den Außenanlagen wird viel Grün entstehen

Man habe sich aber im Gemeinderat bewusst für eine Cateringküche entschieden, da die meisten Veranstaltungen und Feiern sowieso durch angeliefertes Essen bewirtet werden. Auch durch die Küche gelangt man in den Außenbereich, der dann in den kommenden Wochen fertiggestellt werden soll. Der Eingangsbereich wird neu gemacht und wird durch eine Rampe – die dann auch dem Caterer als Anlieferungsweg dient – barrierefrei. Ein roter Eingangsbereich mit der Aufschrift „Münstersaal“ ergänzt den bereits jetzt mit grauem Holz verkleideten Anbau.

Architektin Gabriele Wenger, Bürgermeister Jürgen Raab und Lukas Raab von der Bauverwaltung freuen sich, dass bereits die erste Veranstaltung im neuen Münstersaal stattfinden konnte.

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Architektin Gabriele Wenger, Bürgermeister Jürgen Raab und Lukas Raab von der Bauverwaltung freuen sich, dass bereits die erste Veranstaltung im neuen Münstersaal stattfinden konnte.
Foto: Daniel Weigl

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Architektin Gabriele Wenger, Bürgermeister Jürgen Raab und Lukas Raab von der Bauverwaltung freuen sich, dass bereits die erste Veranstaltung im neuen Münstersaal stattfinden konnte.
Foto: Daniel Weigl

Bei den restlichen Außenanlagen wird viel Grünfläche entstehen sowie ein fester Schotter den geteerten Vorplatz der Metzgerei ergänzen. Auch neue Mitarbeiterparkplätze im hinteren Bereich sowie weitere Parkmöglichkeiten beim ehemaligen Biergarten inklusive E-Ladesäule und Fahrradlademöglichkeit werden noch geschaffen. „Wir wollen bis zu den Sommerferien soweit fertig sein, dass wir den Saal dann an die Bürgerinnen und Bürger vermieten können“, erklärt Jürgen Raab.

Endgültig soll das gesamte Projekt dann rechtzeitig zur 955-Jahrfeier abgeschlossen sein, die am 10. und 11. Oktober gefeiert wird. Die Kosten für die Sanierung und Umgestaltung belaufen sich auf rund 1,43 Millionen Euro, davon fallen circa 900.000 Euro auf den Saal. Der Rest setzt sich aus Kosten für Außenanlagen, PV-Anlage, Keller, Gewerbe und Mieter sowie Planungskosten zusammen. 566.000 Euro erhält die Gemeinde an Förderungen, 50.000 Euro werden aus der Vorsteuer abgezogen.