Krieg gegen die Ukraine

Dann sollen sich Nordkoreas Soldaten lieber selbst töten

28.04.2026 – 12:32 UhrLesedauer: 2 Min.

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Kim Jong Un bei der Eröffnungszeremonie eines Denkmals für Soldaten: Nordkoreas Diktator ehrte auch jene Soldaten, die sich selbst das Leben nahmen. (Quelle: IMAGO/Vadim Savitsky/imago)

Nordkoreas Diktator Kim Jong Un spricht aus, was Geheimdienste bereits erahnten: Bevor seine Soldaten im Krieg unterliegen, sollen sie sich lieber in die Luft sprengen.

Nordkoreanische Soldaten, die im Krieg gegen die Ukraine an der Seite Russlands kämpfen, sind offenbar angewiesen, sich lieber selbst umzubringen, als von ihrem Gegner gefangen genommen zu werden. Das bestätigte dem US-amerikanischen Medium „Bloomberg“ zufolge Nordkoreas Diktator Kim Jong Un in einer Rede am Sonntag.

Anlass war eine Einweihungszeremonie eines Denkmals für nordkoreanische Soldaten, die in der russischen Grenzregion Kursk getötet wurden. Genauer ehrte Kim in seiner Rede nicht nur Soldaten, die an der Front fielen, sondern auch jene, „die ohne Zögern den Selbstmord wählten, um die Ehre ihres Landes zu verteidigen“.

Zuvor hatte unter anderem der ukrainische Geheimdienst berichtet, dass nordkoreanische Soldaten gezwungen gewesen seien, sich das Leben zu nehmen, um nicht in Kriegsgefangenschaft zu geraten. Auch ein gefangener nordkoreanischer Soldat habe sich entsprechend geäußert, berichtet „Bloomberg“.

Nordkorea hatte bereits 2024 einen Militärpakt mit Russland unterzeichnet, der eine Beistandsklausel enthält. Nun sicherte Kim seinem Verbündeten Wladimir Putin nach Angaben staatlicher Medien die weitere Unterstützung seines Landes zu.

Bei einem Treffen mit einer russischen Delegation um Verteidigungsminister Andrej Beloussow, das anlässlich der Einweihung stattfand, soll Kim den Ausbau der militärischen Beziehungen besprochen haben. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA.

Schätzungen zufolge hat Nordkorea rund 14.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands im Krieg gegen die Ukraine entsandt, von denen mehr als 6.000 gefallen sein sollen. Beloussow zufolge vereinbarten beide Seiten, die militärische Zusammenarbeit auf eine langfristige Basis zu stellen und noch in diesem Jahr einen Kooperationsplan für die Jahre 2027 bis 2031 zu unterzeichnen.

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