In der städtischen Galerie im Rathaus Büttgen wurde am Freitagabend die Ausstellung „Magie des Augenblicks“ eröffnet. Sie wurde von 15 Kaarster Künstlern gestaltet, die gemeinsam mehr als vierzig Werke präsentieren.
Schon vor dem Beginn der offiziellen Eröffnung füllte sich der ehemalige Ratssaal. Trotz des sonnigen Wetters strömten zahlreiche Besucher in die Galerie, darunter viele Künstlerkollegen, Freunde und Kunstinteressierte. Den Auftakt zur Eröffnung machte Johannes Seidemann am Saxofon. Seine ruhigen, warmen Klänge schufen eine besondere Atmosphäre.
Bürgermeister Christian Horn-Heinemann fand in seiner Eröffnungsrede persönliche Worte: „Hier ist etwas entstanden, das man kaum greifen kann“, sagte er mit Blick auf die ausgestellten Werke. „Diese Bilder haben eine ganz eigene Magie.“ Er hob hervor, wie vielfältig die Ausstellung sei und wie eindrucksvoll die Künstler ihre ganz persönlichen „magischen Momente“ eingefangen hätten. Nach seiner Rede setzte erneut das Saxofon ein.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der literarische Beitrag von Udo Kasprowicz. Er setzte sich damit auseinander, was Magie überhaupt ist. „Verspüren wir nicht alle diese Sehnsucht nach Zauber?“, fragte er in den Raum. Er zitierte, spielte mit bekannten Bildern und stellte immer wieder neue Fragen. „Magie ist vielleicht gar nichts Übernatürliches“, sagte er. „Vielleicht ist sie einfach der Weg zu sich selbst.“ Und ein wenig später fügte er hinzu: „Oder der Weg, wie wir als Menschen miteinander umgehen.“ Am Ende ließ er bewusst vieles offen. „Was Magie wirklich ist, werde ich Ihnen nicht verraten“, sagte er lächelnd.
Maria Höveler, die die Ausstellung mit organisiert hat, nutzte den Abend auch, um sich bei vielen Beteiligten zu bedanken. „Ein besonderer Dank gilt Johannes Seidemann, der so spontan eingesprungen ist für seinen kranken Kollegen“, sagte sie. Auch die Unterstützung der Bürgerstiftung der Stadt Kaarst hob sie hervor. „Ohne diese Hilfe wäre vieles nicht möglich gewesen.“ Ihr Dank galt ebenso ihren Künstlerkollegen. „Diese Ausstellung zeigt, was entstehen kann, wenn man gemeinsam etwas auf die Beine stellt“, betonte sie.
Viele der Beteiligten kennen sich seit Jahren. Man sei zusammengewachsen, habe sich gegenseitig inspiriert und unterstützt, so Höveler. Bis zum 17. Mai haben Interessierte noch die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen.