Es war ein „Großaufgebot“, mit dem das Hauptzollamt Krefeld eigenen Angaben zufolge zusammen mit der Bundespolizei im Einsatz war. 180 Beamte seien am Dienstag, 28. April, gegen mutmaßliche illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit vorgegangen. Kontrolliert wurden Unternehmen aus der Logistikbranche. Dabei kam es zu körperlichen Angriffen.

Verletzung durch Pfefferspray

Mehrere Personen wollten vor den Kontrollen vor Ort fliehen – zwei wurden durch die Beamten gestellt und griffen sie daraufhin an. Zwei Beamte wurden verletzt. Eine dritte Person wurde durch den Einsatz von Pfefferspray verletzt, heißt es. Alle drei Personen wurden in Krankenhäuser gebracht.

Dem Zoll zufolge wurden mehrere Personen angetroffen, die sich illegal im Land aufhalten. Zahlreiche Beweismittel seien gesichert worden, außerdem hätten sich Hinweise auf weitere Durchsuchungsobjekte ergeben. Einen abschließenden Bericht über alle getroffenen Maßnahmen gebe es aber noch nicht.

Der Verdacht auf das Vorenthalten von Löhnen und auf Verstöße im Zusammenhang mit illegalem Aufenthalt war der Hintergrund des Einsatzes, der durch die Ausländerbehörde unterstützt wurde und im Auftrag der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach stattfand. Die Ermittlungen dauern an.

Immer wieder gibt es Einsätze des Zolls in Mönchengladbach; dabei geht es oft um mutmaßliche Schwarzarbeit oder Verstöße gegen das Arbeitsrecht insgesamt. Zuletzt wurde Anfang April beispielsweise illegale Prostitution in Massagestudios festgestellt, wie unsere Redaktion berichtete. Es wurden drei Betriebsuntersagungen ausgesprochen sowie Bußgelder verhängt. Die Kontrollen erfolgten vor dem Hintergrund der zum 1. Januar 2026 in Kraft getretenen Erweiterung des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes, wonach auch das Friseur- und Kosmetikgewerbe – und damit regelmäßig auch Massagestudios – verstärkt in den Fokus der Prüfungen rückt.