Stau droht wohl
Sperrung an Nürnbergs wichtigstem Knotenpunkt
28.04.2026 – 16:47 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Plärrer (Archivbild): Bis 2029 soll der zentrale Verkehrsknotenpunkt barrierefrei umgebaut und mit 100 neuen Bäumen begrünt werden (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Olaf Schulz/imago-images-bilder)
In Nürnberg wird eine Baustelle eingerichtet. Deshalb müssen mehrere Fahrspuren gesperrt werden – ausgerechnet an einem Knotenpunkt.
Wer mit dem Auto in der Nürnberger Innenstadt unterwegs ist, muss sich wohl auf Stau einstellen. Grund sind Bauarbeiten am Plärrer, dem zentralen Verkehrsknotenpunkt in der Stadt. Ab Donnerstag (30. April) wird dort die Verkehrsführung geändert, wie der Energieversorger N-Ergie mitteilte.
Konkret werden die drei Linksabbiegespuren gesperrt, über die man Fürth aus kommend bislang Richtung Ludwigsstraße beziehungsweise Spittlertorgraben/Nordstadt abbiegen kann. Die gesamte „Plärrer-Insel“ ist dadurch nicht mehr überfahrbar.
Als Alternative soll in der Straße Am Plärrer auf Höhe der Einmündung der Steinbühler Straße eine Linksabbiegespur eingerichtet werden. Autofahrer müssen dort wenden – um weiter Richtung Norden zu fahren, heißt es von der N-Ergie. Im Gegensatz zu Autofahrern können Radfahrer und Fußgänger den Plärrer weiterhin wie gewohnt überqueren.
Grund für die Baustelle ist, dass unterhalb des Plärrers neue Hochspannungskabel verlegt werden müssen. Dafür wird laut N-Ergie in der bisherigen Überfahrt über die „Plärrer-Insel“ eine Baugrube ausgehoben.
Von dieser aus werden die neuen Leitungen 12 bis 16 Meter tief unter der Erde verlegt. Ein Strang soll unterirdisch bis in die Südliche Fürther Straße führen – der andere in die Gostenhofer Hauptstraße. Damit nicht der komplette Plärrer für den Verkehr gesperrt werden muss, kommt ein sogenanntes „bergmännisches Vortriebsverfahren“ zum Einsatz. Das bedeutet, dass die Kabel in Tunneln verlegt werden. Lediglich an deren Anfang und Ende werden Baugruben ausgehoben.
Die Bauarbeiten seien notwendig, um das Stromnetz in Nürnberg für die Energiewende zu ertüchtigen, heißt es in der Pressemitteilung. Am Plärrer stehen bald noch weitere Arbeiten an. Ab 2027 soll der zentrale Verkehrsknotenpunkt komplett umgebaut werden. Insgesamt investiert die Stadt 67,5 Millionen Euro – um den Plärrer bis 2029 grüner und barrierefrei zu machen.
