Neuer Bericht

Pflegekosten: So hoch ist der Eigenanteil in der Region Hannover

28.04.2026 – 16:49 UhrLesedauer: 1 Min.

Eine Frau läuft an ihrem Rollator über einen Flur (Symbolbild): Die monatliche Eigenbeteiligung für Pflegebedürftige im Heim ist gestiegen.Vergrößern des Bildes

Eine Frau läuft an ihrem Rollator über einen Flur (Symbolbild): Die monatliche Eigenbeteiligung für Pflegebedürftige im Heim ist gestiegen. (Quelle: Sebastian Kahnert/dpa-bilder)

In der Region Hannover ist die Zahl der Pflegebedürftigen gestiegen. Ein neuer Bericht zeigt, welche Kosten auf Betroffene zukommen.

Die Region Hannover hat einen neuen Fachbericht zur Entwicklung der Pflegekosten vorgelegt. Demnach müssen Pflegebedürftige in stationären Einrichtungen trotz Zuschüssen der Pflegekassen durchschnittlich rund 2.500 Euro monatlich aus eigener Tasche zahlen.

Dr. Andrea Hanke, Sozialdezernentin der Region Hannover, sagt: „Die Entwicklung ist dramatisch – für die betroffenen Menschen ebenso wie für die Kommunen.“ Sie fordert: „Steigende Pflegekosten dürfen die Versorgung nicht gefährden. Es braucht hier dringend mehr Entlastung für Angehörige durch starke lokale Strukturen, bezahlbare Pflegeplätze und eine nachhaltige Reform der Finanzierung durch Bund und Land.“

Immer mehr Menschen beantragen „Hilfe zur Pflege“, also staatliche Unterstützung für diejenigen, die die Kosten nicht selbst tragen können. Eine wachsende Nachfrage verzeichnen auch die Senioren- und Pflegestützpunkte der Region in Burgdorf, Langenhagen, Ronnenberg und Wunstorf. Die Zahl der Beratungen stieg von 3.149 im Jahr 2023 auf 3.404 im Jahr 2025.

Dem Bericht zufolge erhöhen steigende Personal- und Sachkosten, Inflation sowie der Fachkräftemangel zudem den Druck auf Pflegeeinrichtungen und -dienste. Gleichzeitig wächst der Bedarf durch den demografischen Wandel weiter.

2023 waren in der Region 76.833 Menschen auf Pflegeleistungen angewiesen – ein Plus von 15 Prozent seit 2021. Schätzungsweise rund 108.000 Angehörige sind in die Pflege eingebunden. Viele von ihnen reduzieren ihre Arbeitszeit oder geben ihren Beruf ganz auf, was langfristige finanzielle Folgen hat.