Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hinterlässt schwer verwundete Menschen. Die Front, aber auch Luftangriffe auf Zivilisten fordern Opfer, die für ihr Leben gezeichnet sind. Die Betroffenen empfinden diese Verletzungen als schlimmer als etwa ein amputiertes Bein oder einen fehlenden Arm. Denn auf ein entstelltes Antlitz reagieren Menschen unmittelbar: Sie starren oder wenden sich ab. Kinder bekommen Angst. Für Verwundete ist das schwer zu ertragen, vor allem auch, wenn sich Angehörige abwenden, Partner sich trennen, Freunde auf Abstand gehen. Die Männer auf diesen Bildern, die wir in einem Krankenhaus in Lemberg (Lwiw) getroffen haben, warten auf Operationen. So soll der Horror wenigstens etwas gelindert werden. Viele haben schon zahlreiche Eingriffe überstanden und noch viele vor sich. Doch sie wissen, dass sie nie wieder so aussehen werden wie zuvor.