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Rede vor US-Kongress: Bei einem Thema schweigt König Charles

Aktualisiert am 28.04.2026 – 23:26 UhrLesedauer: 21 Min.

Britisches Königspaar zum Staatsbesuch in den USAVergrößern des Bildes

König Charles III. spricht in einer Sitzung des US-Kongresses: Seine Rede nutzte er auch, um mehreren Meinungsäußerungen von Donald Trump indirekt etwas entgegenzusetzen. (Quelle: Kylie Cooper/Pool Reuters/dpa/dpa-bilder)

König Charles hat seine Rede vor dem US-Kongress gehalten. Er sprach zwar auch unbequeme Themen an – zum Fall Epstein aber schwieg er. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Der britische König Charles III. hat während seiner Rede vor dem US-Kongress Meinungsäußerungen von US-Präsident Donald Trump widersprochen. Ohne Trumps Namen in diesem Kontext zu nennen, betonte der Monarch die Bedeutung der Nato, insbesondere auch im Krieg in der Ukraine. Es sei „dieselbe unerschütterliche Entschlossenheit“ erforderlich, die von den Verbündeten unter anderem in den Weltkriegen, im Kalten Krieg sowie in Afghanistan gezeigt worden sei, sagte der König. Charles III. sagte, das Engagement und die Kompetenz der US-Streitkräfte und ihrer Verbündeten bildeten das Herz der Nato. „

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Von den Tiefen des Atlantiks bis zu den katastrophal schmelzenden Eiskappen der Arktis“, sagte Charles, was als Verweis auf den Klimawandel gewertet werden kann, den Trump praktisch leugnet. Die Verbündeten seien einander zur Verteidigung verpflichtet, sagte Charles – zum Schutz vor den „gemeinsamen“ Gegnern. Die Natur bezeichnete Charles als „unser wertvollstes und unersetzliches Gut“. Unsere Generation müsse entscheiden, wie dem Zusammenbruch kritischer Ökosysteme begegnet werden könne. Charles war folglich auch bemüht, die Wogen zu glätten – etwa im Bereich Militärausgaben. Das Vereinigte Königreich sei sich darüber im Klaren, dass die Bedrohungen von heute neue Antworten erforderten, so Charles.

Brisant ist Charles‘ Besuch in Washington auch wegen der Causa Jeffrey Epstein: Forderungen nach einem Treffen mit Überlebenden und Angehörigen der Opfer des verstorbenen Multimillionärs hatte der Palast vor dem Besuch zurückgewiesen. Charles‘ jüngerer Bruder, Ex-Prinz Andrew, war viele Jahre mit Epstein befreundet; das Epstein-Opfer Virginia Giuffre hatte ihm vorgeworfen, sie als Minderjährige missbraucht zu haben. Andrew wies das stets zurück. Auch diesen Komplex erwähnte Charles nicht.