Der westliche Teil der maroden Agra-Brücke in Markkleeberg soll zersägt werden. Das teilte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) mit. Mit dieser Abrissmethode sollen demnach Lärm- und Staubbelastungen sowie Eingriffe in den denkmalgeschützten Agra-Park so gering wie möglich gehalten werden. Zudem sei dadurch ein kontrollierter, schrittweiser und erschütterungsarmer Rückbau möglich.

Ein weiterer Vorteil des Verfahrens sei, dass damit wertvolle Erkenntnisse über den tatsächlichen Zustand des Bauwerks festgehalten werden könnten, so das Landesamt. Das sei bei einer Sprengung oder einem konventionellen Abbruch nur eingeschränkt möglich.

Brücke wird zersägt

Geplant ist demnach, dass die rund 21 Meter langen Brückenfelder mit einer speziellen Säge in 10 bis 15 einzelne Betonscheiben zerteilt werden. Diese sollten dann kontrolliert herabgelassen, verladen und abtransportiert werden.

Mit welcher Methode der östliche Teil der Agra-Brücke abgerissen wird, stehe noch nicht fest, teilte das Lasuv auf Anfrage von MDR SACHSEN. Das solle entschieden werden, wenn der erste neue Brückenteil steht.

Längerfristige Vollsperrung der B2 nicht nötig

Nach aktuellem Stand sollen die Abbrucharbeiten acht bis zehn Monate dauern. Eine längerfristige Vollsperrung der B2 sei nicht erforderlich. Die Ausschreibung für den Abbruch soll noch in diesem Jahr erfolgen. Ein konkreter Termin für den Abriss könne noch nicht genannt werden, wie das Landesamt auf Anfrage mitteilte.

Abriss und Neubau der Brücke bis 2031