
AUDIO: VHH: Warum könnte es zu Streiks kommen? (1 Min)
Stand: 28.04.2026 18:07 Uhr
Ausgerechnet zum Hafengeburtstag kommende Woche könnte es zu erneuten Streiks im öffentlichen Nahverkehr kommen. Nach der achten Verhandlungsrunde sind die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) und die Gewerkschaft ver.di zu keiner Einigung gekommen.
Ein großer Knackpunkt in den Verhandlungen bleibt die Wochenarbeitszeit der VHH-Beschäftigten. Die Verkehrsbetriebe bieten laut ver.di an, diese ab 2028 von 39 auf 38,5 Stunden zu senken, ein Jahr später dann nur für Fahrerinnen und Fahrer auf 38 Stunden. Gleichzeitig sollen die maximale Dauer von Fahrdiensten aber auf bis zu zehn Stunden pro Tag verlängert werden.
Ver.di fordert kürzere Wochenarbeitszeit
Die Gewerkschaft fordert dagegen eine noch kürzere Wochenarbeitszeit für alle Beschäftigten – bei keiner gleichzeitigen Schicht-Verlängerung. „Nach acht Verhandlungsrunden liegt kein verhandlungsfähiges Angebot auf dem Tisch, vor allem weil der Arbeitgeber weiterhin darauf besteht, die Schichten der Kolleg*innen im Fahrdienst auf bis zu zehn Stunden zu verlängern“, heißt es von ver.di-Verhandlungsführerin Irene Hatzidimou.
Am 7. Mai wird wieder verhandelt
Ver.di fordert die Arbeitgeber auf, bis zum Sonntagmittag ein einigungsfähiges Angebot vorzulegen, das die Beschäftigten entlaste. Andernfalls werde erneut gestreikt – möglicherweise auch rund um den Hafengeburtstag. Seitens der VHH hieß es, verhandelt werde am 7. Mai, eine öffentliche Eskalation helfe nicht.
Streik würde hauptsächlich Busverkehr betreffen
Die VHH betreiben vor allem Busse im Norden und Westen Hamburgs. Ein Streik würde also vor allem Pendlerinnen und Pendler im Hamburger Umland betreffen, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind. Die Hamburger Hochbahn und ver.di haben sich bereits Ende März geeinigt. Ein weiterer Streik bei den U-Bahnen ist daher ausgeschlossen.

Nach mehreren Verhandlungsrunden haben Hochbahn und Gewerkschaft jetzt eine Einigung erzielt. Auf Hamburg kommen 46 Millionen Euro Mehrkosten zu.