Die Berliner Senatsverwaltung für Bauen verweist auf rbb‑Anfrage auf mehrere Programme: In den vergangenen Jahren entstanden Dutzende Schul‑ und Kitabauten mit hohem Holzanteil, viele davon seriell vorgefertigt.
Der Fachmann Eike Roswag-Klinge sieht das skeptischer: „Berlin ist aktuell nicht federführend im Holzbau“, sagt er. Die Stadt habe einst mit sieben‑ und achtgeschossigen Holzhäusern Pionierprojekte gebaut, sei aber beim Brandschutz wieder konservativer geworden. Große Vorhaben stocken, wie das als Holzquartier angekündigte Schumacher‑Quartier, wo viele Gebäude nun doch als Betonhybrid geplant sind.
Auch der Blick aufs benachbarte Bundesland zeigt: Von einem echten Mainstream ist die Region weit entfernt. Während in Ländern wie Baden‑Württemberg fast jedes zweite Einfamilienhaus aus Holz gebaut wird, liegt Brandenburg bei etwa einem Viertel.
Bei kommunalen Nichtwohngebäuden gehört Brandenburg immerhin zu den Ländern mit dem stärksten Anstieg der Holzbauquote. „Es ist noch nicht so viel, wie ich es mir wünsche, weil es wirklich eine große Chance ist – auch für unsere regionalen Baustoffe, für unsere regionale Wirtschaft. Aber es wird immer mehr“, sagt Robert Crumbach, der zuständige Brandenburger Bauminister (SPD).