Zwischen der B75 und der Fischbeker Heide entsteht ein Wohnquartier für Senioren: Auf dem Gelände der ehemaligen Röttiger-Kaserne in Neugraben-Fischbek werden rund 300 nachhaltige Wohnungen gebaut – inklusive Restaurant, Schwimmbad und Fitness.
Die „Fischbeker Höfe” sollen zum innovativsten und größten Seniorenquartier Hamburgs werden. Dafür wird die ehemalige Kaserne schon seit Jahren umgebaut. In einem Teil der Wohnungen – im früheren Offizierskasino – wohnen seit 2023 Senioren in 116 Einheiten – auch Sauna und Fitness sind schon in Betrieb.
Das zweite Gebäude soll im Juli 2026 fertig werden. Dann öffnen auch Restaurant, Schwimmbad, Café und Veranstaltungssaal. Nach acht Monaten Bauzeit sollen die Wohnungen nun in die Vermietung gehen. Zur Auswahl stehen 1,5- und 3-Zimmer-Wohnungen für Senioren.
Haus aus 100 Jahre altem Holz der ehemaligen Kaserne
Das Herzstück des Quartiers ist ein viergeschossiges Haus mit 38 Wohnungen. Es wurde aus rund 3000 wiederverwendeten Holzbalken der ehemaligen Kaserne gebaut. Das Material diente über 100 Jahre lang als Dachstuhl. Nun wurde das Holz aufgearbeitet, von Nägeln und Altlasten befreit und zu neuen Wohnungswänden verarbeitet: unbehandelt, leimfrei, schadstofffrei.
Damit kehrt das Holz an seinen Ursprung zurück: gewachsen in der Fischbeker Heide, verbaut 1938, jetzt wieder Wohnraum am selben Ort. „Wir haben dem 100 Jahre alten Dachstuhlholz, das damals hier in Hamburg Fischbek gewachsen ist, einen höherwertigen Nutzen gegeben”, sagt Projektentwickler Matthias Korff.
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An Dach und Fassade des Hauses erzeugen Photovoltaikanlagen mehr Strom, als die Bewohner verbrauchen. Hinzu kommen ein 1500 Quadratmeter großer Fassadengarten mit zwölf Pflanzenarten sowie ein Gewächshaus auf dem Dach, das über Aquaponik betrieben wird. Mehr als 100 Millionen Euro sind in die „Fischbeker Höfe” geflossen. (mp)
