„Der Tag der Arbeit“ wird am 1. Mai in Essen zum großen Tag der Demos. Nach Angaben der Polizei haben sich rund 25 Versammlungen im gesamten Stadtgebiet von Essen angekündigt – man erwartet über 4.500 Teilnehmende.

Grund für die zahlreichen Demos ist eine geplante Kundgebung der rechtsextremen Partei „Die Heimat“ (früher NPD). Das Bündnis „Essen stellt sich quer“ (ESSQ) und die „Omas gegen Rechts“ rufen deshalb zur Gegendemo auf. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) wird seine traditionelle Kundgebung abhalten und sieht sich als Teil des Gegenprotests.

Neonazis gegen Linke-Demonstranten

Rund 500 Rechte, Rechtsextreme und Neonazis wollen am Freitag durch die Essener Innenstadt ziehen. Ihnen gegenüber werden zahlreiche Gegendemonstranten stehen – rund 4.000 Personen laut Polizei. Die Kundgebung der „Heimat“-Partei versammelt sich gegen 13 Uhr am Hirschlandplatz.

📌 Fakten

  • Veranstalter ist die rechtsextreme Partei „Die Heimat“: Die Demo wird von der Partei „Die Heimat“ (ehemals NPD / „Die Rechte“) organisiert, die als klar rechtsextrem und neonazistisch eingeordnet wird.
  • Ort und Datum: 1. Mai in der Essener Innenstad. Der Aufmarsch ist für den 1. Mai, den Tag der Arbeit, in Essen angemeldet und soll durch die Innenstadt führen.
  • Teilnehmerzahl im Bereich von etwa 4. 500 Personen erwartet: Sicherheits- und Bündnisangaben gehen davon aus, dass mehrere hundert Neonazis an der Demo teilnehmen könnten. Zusammen mit den angekündigten Gegendemos erwartet die Polizei rund 4.500 Teilnehmer.
  • Es gibt starke Gegenproteste: Gewerkschaften, das Bündnis „Essen stellt sich quer“ und andere Gruppen mobilisieren zu Gegenveranstaltungen und wollen den Aufmarsch politisch blockieren bzw. begleiten.
  • Polizei bereitet Großeinsatz und mehrere parallele Demos vor: Für den 1. Mai sind in Essen zahlreiche Demonstrationen angemeldet (rund 25), weshalb die Polizei mit tausenden Teilnehmenden und umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen rechnet.

Etwa eine Stunde vorher finden sich der Deutsche Gewerkschaftsbund, „Essen stellt sich quer“, die „Omas gegen Rechts“ und weitere Bündnisse auf dem Rüttenscheider Markt ein, um von dort aus gemeinschaftlich in Richtung Innenstadt zu ziehen. „Wir werden direkt zum Hans-Toussaint-Platz ziehen, um gegen die Nazis, die sich ab 13 Uhr auf dem angrenzenden Hirschlandplatz sammeln, zu protestieren“, so der Aufruf auf Facebook von „Essen stellt sich quer“.

Ansage an gewaltbereite Teilnehmer

Auch die Polizei will mit einem Großaufgebot vor Ort sein. „Wir bereiten uns intensiv auf den Einsatz am Ersten Mai vor und werden mit einer Vielzahl von Einsatzkräften im Stadtgebiet präsent sein. Unsere Einsatzplanung wird dabei fortlaufend an die aktuelle Lage angepasst“, sagt der Leitendende Polizeidirektor Peter Both. Dabei macht Both deutlich, dass „gewalttätige Störungen“ nicht geduldet würden. „Wir werden frühzeitig und konsequent einschreiten, sollte es zu Störungen oder unfriedlichen Verläufen kommen.“

Noch mehr aktuelle Meldungen:

Anwohner und Anreisende sollten sich aufgrund von zwischenzeitigen Sperrungen jedoch auf erhebliche Verkehrseinschränkungen gefasst machen. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Im letzten Jahr marschierte die Partei „Die Heimat“ am 1. Mai ebenfalls durch das Ruhrgebiet – damals in Gelsenkirchen.