Rot-Weiss Essen hat seit geraumer Zeit sein eigenes YouTube-Format „Was geht, RWE?“. Hier nehmen sich die beiden Vorstände Marc-Nicolai Pfeifer und Alexander Rang Zeit, um Fragen zu beantworten, die RWE-Anhänger eingereicht haben.
In der aktuellen, zehnten Folge beschäftigt sich das Duo natürlich auch mit dem Schlussspurt in der 3. Liga und den letzten beiden Pleiten in Cottbus und gegen Saarbrücken.
Rot-Weiss Essen sieht viele Fehlentscheidungen gegen sich
Speziell das 3:5 in der Lausitz hat RWE zurückgeworfen, zumal „wir nach einer 3:1-Führung das Spiel sicher in acht von zehn Fällen ziehen“, wie Pfeifer anmerkte.

Rot-Weiss Essens Vorstandsvorsitzender Marc-Nicolai Pfeifer (r.) mit Direktor Profifußball Marcus Steegmann.
© FUNKE Foto Services | Thorsten Tillmann
Auch der Unparteiische Robert Hartmann machte in dieser Begegnung nicht immer eine glückliche Figur. Wobei der Elfmeter, der Cottbus den Anschluss zum 3:2 brachte, berechtigt war. Rund um die Szene fand Ex-Schiedsrichter Babak Rafati bei den Kollegen von „liga3-online“ jedoch mehrere Situationen, in denen Hartmann falsch lag.
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Unter anderem hätte RWE einen Handelfmeter bekommen müssen, in dessen Folge es auch Rot gegen Energie hätte geben müssen. Der Freistoß vor dem 3:3 war ebenfalls nicht korrekt. Daher konnte man den Frust der Essener verstehen.
RWE-Vorstand Pfeifer übt Kritik an Schiedsrichtern
Mit Blick auf die Schiedsrichter wollte Pfeifer noch etwas hinzufügen: „Es geht nicht nur um Cottbus, wo uns der Elfmeter und die Rote Karte verwehrt wurden. Die Entscheidungen gegen uns ziehen sich schon ein bisschen durch die Spielzeit. Wir haben in Summe 19 Fehlentscheidungen gegen uns – Gegentore, Tore, die nicht gegeben wurden, oder Rote Karten. Aktuell sind wir da nicht vom Glück verfolgt.“
Wobei es natürlich auch Szenen gab, in denen RWE Glück hatte mit Entscheidungen der Schiedsrichter. Zum Beispiel beim Sieg gegen Ingolstadt am 33. Spieltag, wo Lucas Brumme beim Stand von 1:1 kurz vor der Pause nur Gelb sah, obwohl sein Foul Rot verdient gehabt hätte.
Wir haben in Summe 19 Fehlentscheidungen gegen uns – Gegentore, Tore, die nicht gegeben wurden, oder Rote Karten. Aktuell sind wir da nicht vom Glück verfolgt.
Marc-Nicolai Pfeifer, Vorstandsvorsitzender Rot-Weiss Essen
Gegen Saarbrücken lag es zuletzt auf jeden Fall nicht am Unparteiischen, hier hat Pfeifer nach dem 1:0 eine „zu passive“ Essener Mannschaft gesehen. Diese Thematik wolle man gemeinsam lösen. Vor den 90 Minuten bei der U23 des VfB Stuttgart erklärt Pfeifer: „Es ist wichtig, dass wir Zuversicht und Positivität ausstrahlen.“
Pfeifer spricht über RWE-Kandidat Marcel Costly
Und dann kann es mit dem Aufstieg klappen. Sollte RWE die 2. Bundesliga erreichen, müssen auch Verstärkungen her. Diese Redaktion berichtete bereits, dass RWE Interesse an Marcel Costly vom FC Ingolstadt hat. Insgesamt 15 Saisontore und acht Vorlagen steuerte er in dieser Saison beim FCI bei.

In der nächsten Saison gemeinsam für Rot-Weiss Essen? Marcel Costly (l.) und Kaito Mizuta haben in diesem Frühjahr mehrere Optionen.
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Pfeifer bezog zu dieser Personalie Stellung: „Wir sind erstmal sehr, sehr positiv gestimmt, da sich Spieler auf diesem Niveau mittlerweile sehr intensiv mit Essen beschäftigen. Marcel hatte bereits in zwei Transferfenstern den Wunsch geäußert, zu uns zu wechseln. Das ist erstmal eine sehr positive Entwicklung. Auch dass die Spieler mit dem Verein und den Verantwortlichen engen Kontakt halten, sehen wir als deutliches Zeichen.“