Das Projekt mit den Zwergflusspferden am Neckar verzögert sich immer weiter. Die Stadt hat Probleme und Bedenken. Foto: dpa
Unsere Kommentatorin fordert von der Stadt, endlich auf die Wünsche der Bürger zu hören und das Zwergflusspferde-Projekt zu realisieren – ohne Plattformen im Wasser.
Stuttgart, die Stadt am Fluss. Das könnte so schön sein. Schiffe legen an und ab und bringen Besucher aus aller Welt durch die schwäbische „Toskana“. Von und zur Wilhelma und zu anderen Attraktionen. Die Wilhelma hätten ein weiteres kleines Aushängeschild mehr mit den Zwergflusspferden am Neckarufer. Menschen werden darauf aufmerksam und können die Tiere erleben. Doch nichts ist erst einmal in Sicht.
Der Grund: viel zu überdimensionierte Pläne der Stadt über Jahre, die gar nicht machbar sind. Bei der Haushaltslage jetzt eh nicht. Warum die schwimmenden Plattformen? Die braucht es gar nicht. Und warum soll es Konflikte mit den Besuchern geben? Es gibt mittlerweile wieder genug Freiflächen am Neckarufer und so groß ist die geplante Zwergflusspferdanlage nicht. Die Stadt schiebt Argumente vor und drückt sich vor einer Entscheidung. Das Rathaus ist seit Jahren ein Ort der bequemen Bedenkenträger.
Flusspferd-Projekt nicht zur IBA’27 angemeldet
Sehr bedauerlich ist, dass das Flusspferd-Projekt nicht zur IBA angemeldet werden konnte. Es wäre in der Tat ein Vorzeigeprojekt, welches der Stadt guttun würde. Alle sind sich übrigens einig. Der Technische Ausschuss im Gemeinderat sowie der Cannstatter Bezirksbeirat über alle Parteien hinweg und die Anrainer. Nur die Stadtverwaltung weiß nicht oder will nicht, dass dieses Projekt zügig möglich wird. Schade. Dabei zeigt der Imagefilm mit Oberbürgermeister Frank Nopper ein schönes Bild am Neckarknie. Mit Flusspferden.
Übrigens Flusspferde brauchen keine schwimmenden Plattformen. Die schwimmen auch ohne. Was spricht also noch dagegen, die Pläne Wirklichkeit werden zu lassen? Vielleicht sollte die Verwaltung mal endlich aufwachen und auf die Bürger hören und ihre Wünsche. Auch die des zweitgrößten Vereins in Stuttgart, den Wilhelma-Fördervereins mit rund 37000 Mitgliedern beispielsweise, der das Geld dafür gibt und der Stadt ein besonderes Erlebnis bescheren will.