Die neue Team-Intendanz am Schauspiel Leipzig ist nun offiziell bestätigt. In seiner Sitzung am Donnerstag hat der Leipziger Stadtrat mehrheitlich für Clara Weyde, Bastian Lomsché und Clemens Leander als Leitungstrio gestimmt. In der Sitzung zuvor hatte es dazu noch heftige Diskussionen gegeben. Angesichts der Haushaltslage gab es Zweifel, ob eine solche Leitung sinnvoll und finanzierbar ist.
Ab Sommer 2027 soll das Trio nun das städtische Theater gemeinsam als Teamintendanz führen. Die neue Dreierspitze wechselt geschlossen vom Theater Magdeburg nach Leipzig. Unter der Schauspiel-Leitung von Clara Weyde, Bastian Lomsché und Clemens Leander war das Theater Magdeburg im vergangenen Jahr als Theater des Jahres in Deutschland ausgezeichnet worden.
Klare Vision für ein zeitgemäßes Theater in Leipzig
Wie die Stadt Leipzig mitteilte, sollen alle drei jeweils Intendanten und Betriebsleiter des Schauspiels werden und zusätzlich Aufgaben wie Regie, Chefdramaturgie und Kostümbild übernehmen, entsprechend ihrer professionellen Hintergründe.
Die Regisseurin Clara Weyde hat unter anderem an der Schaubühne Berlin, am Staatsschauspiel Dresden und am Schauspielhaus Graz inszeniert. Der Dramaturg und Autor Bastian Lomsché war zuvor am Deutschen Schauspielhaus Hamburg tätig. Der Kostümbildner Clemens Leander leitete die Kostümabteilung am Theater an der Parkaue und arbeitete für die Salzburger Festspiele. Seit 2022 leiten sie als gleichberechtigtes Team die Schauspielsparte des Theaters Magdeburg.
Mit dem Dreier-Team kann hier etwas wirklich Neues, Lebendiges entstehen.
Skadi Jennicke, Leipziger Kulturbürgermeisterin
Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke erklärte im Zuge des Auswahlverfahrens zur Neubesetzung, das Team habe mit seinen programmatischen Ideen und künstlerischen Perspektiven überzeugt. Erkennbar sei eine klare Vision von zeitgemäßer Führung eines großen Bühnenhauses ebenso wie ein pragmatischer Blick auf die begrenzten Ressourcen. „Mit dem Dreier-Team kann hier etwas wirklich Neues, Lebendiges entstehen“, so Jennicke.
Quellen: MDR KULTUR, Schauspiel Leipzig, Theater Magdeburg
Redaktionelle Bearbeitung: lm, lig