Wer vor dem langen Wochenende schon am Donnerstag aus NRW in Richtung Niederlande aufbrechen möchte, sollte besonders auf zwei Streckenabschnitten mehr Zeit einplanen: Sowohl im Kreuz Kaiserberg bei Duisburg/Oberhausen Richtung Arnheim (A3/A40) als auch auf der A57 zwischen Krefeld und Meerbusch in Richtung Nimwegen ist wegen mehrerer Großbaustellen mit erheblichen Verzögerungen zu rechnen. „In den Niederlanden selbst erwarten wir auch mehr Reiseverkehr als an anderen Wochenenden, da die Ferien dort am Sonntag enden“, sagt ADAC NRW Verkehrsexperte Roman Suthold.
Auch auf der A1 Richtung Bremen, die aus NRW an die Nord- und Ostseeküste führt, rechnet der ADAC ab Donnerstagmittag mit hoher Staugefahr. Zwischen Dortmund und Münster sind gleich mehrere Baustellen eingerichtet, auch zwischen Köln und Dortmund muss baustellenbedingt mehr Zeit eingeplant werden. „Wer am Donnerstag losfahren möchte, sollte erst gegen 18/19 Uhr starten, den Zeitraum zwischen 13 und 18 Uhr meiden“, rät eine Sprecherin des ADAC Nordrhein. „Ansonsten geht es am Freitagmorgen noch entspannter.“
Hauptreisezeit am besten meiden
Auch abseits der Niederlande dürfte es zum Start ins Wochenende voll werden: Der ADAC rechnet ab Donnerstagnachmittag mit sehr starkem Verkehr in NRW. Besonders betroffen sind zentrale Autobahnen wie A1, A2 und A3 sowie Ballungsräume im Ruhrgebiet mit mehreren Baustellen und Engpässen. Am Feiertag selbst und am restlichen Wochenende erwartet der ADAC eine deutlich entspanntere Verkehrslage, mit Verzögerungen vor allem noch rund um beliebte Ausflugsziele.
Punktuelle Kontrollen der Bundespolizei
Grenzkontrollen dürften bei der Ausreise in Richtung Niederlande nur eine untergeordnete Rolle spielen: Die Bundespolizei NRW konzentriert ihre seit September 2024 verstärkten Maßnahmen vor allem auf die Einreise nach Deutschland und führt diese „mit Augenmaß“, also temporär, punktuell und flexibel durch, wie ein Sprecher sagt. Spürbarer könnten die Kontrollen daher eher nach dem Wochenende werden, wenn die Kurzurlauber zurückkehren. Es empfiehlt sich, gültige Ausweispapiere bereithalten, um mögliche Kontrollen zügig zu passieren.
Kontrolliert wird mobil auf Autobahnen, Bundes- und Nebenstraßen sowie im grenznahen Zugverkehr, auch bis zu 30 Kilometer im Grenzraum hinein. Ziel ist es nach Angaben der Bundespolizei, fahndungsrelevante Personen aus dem Verkehr zu ziehen. Zuletzt kam es vor allem an der deutsch-niederländischen Grenzautobahn A3/A12 bei Emmerich zu längeren Staus.