US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) öffentlich kritisiert. Zugleich wächst in Europa die Sorge vor einem möglichen Rückzug von US-Truppen.
Trotz massiver Vorwürfe von US-Präsident Donald Trump hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) seine Kritik am Iran-Krieg erneuert. Der Krieg habe „unmittelbare Auswirkungen auf unsere Energieversorgung“ und „massive Auswirkungen auf unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit“, sagte der Kanzler am Mittwoch in Berlin. „Insofern dränge ich darauf, dass dieser Konflikt beigelegt wird.“ Der US-Präsident hatte den Kanzler nach dessen Kritik am Vorgehen der USA im Iran-Krieg scharf attackiert – was eine Abkehr von dem früher demonstrativ freundschaftlichen Verhältnis zwischen Merz und Trump bedeuten könnte. Merz betonte am Mittwoch dennoch, sein persönliches Verhältnis zu Trump sei „unverändert gut“.
Trump hatte am Dienstag auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärt: „Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hält es für in Ordnung, wenn der Iran Atomwaffen hat. Er weiß nicht, wovon er spricht!“ Wenn der Iran Atomwaffen hätte, würde er „die gesamte Welt als Geisel nehmen“. Trump hob hervor: „Kein Wunder, dass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch in anderer Hinsicht!“ Weshalb Trump den Vorwurf zu den Atomwaffen gegen Merz erhob, blieb unklar, denn der Kanzler hat immer wieder deutlich gemacht, dass der Iran auf keinen Fall in den Besitz der Atombombe gelangen dürfe.
Merz hatte am Montag bei einer Schulveranstaltung in Nordrhein-Westfalen mit Blick auf die Vereinigten Staaten gesagt, „da wird eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung“. Der Bundeskanzler sagte zudem, „die Amerikaner haben offensichtlich keine Strategie“. Das Problem bei solchen Konflikten sei immer: „Da muss man ja nicht nur rein, da muss man auch wieder raus. Das haben wir ganz schmerzhaft bei Afghanistan gesehen, 20 Jahre lang. Wir haben das im Irak gesehen“, fuhr Merz fort.
Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom hat sich auf der Plattform X über US-Präsident Donald Trump und eine Sonderserie von US-Reisepässen mit dessen Abbild lustig gemacht. „Zu Ehren des 175-jährigen Jubiläums von Kalifornien werden wir diesen Sommer für jeden Kalifornier einen ganz besonderen Führerschein einführen“, schreibt Newsom in einem Beitrag.