Neue Schäden entdeckt

A4 in Köln wird für Lkw teils gesperrt – Probleme drohen

30.04.2026 – 12:06 UhrLesedauer: 2 Min.

Stau auf einer Autobahn bei Köln (Symbolbild): Die marode A4-Brücke am Kölner Eifeltor muss ab Ende April für Schwertransporte gesperrt werden.Vergrößern des Bildes

Stau auf einer Autobahn bei Köln (Symbolbild): Die marode A4-Brücke am Kölner Eifeltor muss ab Ende April für Schwertransporte gesperrt werden. (Quelle: Christoph Hardt via www.imago-images.de)

Die marode A4-Brücke am Kölner Eifeltor bereitet weiter Probleme. Nun drohen ähnliche Maßnahmen wie auf der Leverkusener Rheinbrücke.

Die A4 im Kölner Süden wird ab sofort für den genehmigungspflichtigen Schwerlastverkehr gesperrt. Lkw, die entweder besonders schwer, lang oder breit sind, dürfen nicht mehr über die marode Autobahnbrücke der Deutschen Bahn am Eifeltor fahren. Das teilte die Autobahn GmbH Rheinland am Donnerstag (30. April) mit. Betroffen ist demnach der Streckenabschnitt zwischen den Anschlussstellen Köln-Klettenberg und Köln-Eifeltor in Fahrtrichtung Olpe.

Zuvor waren neue Schäden an der maroden Brücke festgestellt worden. Der Verkehr in Fahrtrichtung Aachen ist zunächst nicht betroffen. Er wird über einen Anbau an der betroffenen Stelle vorbeigeleitet und kann die marode Brücke weiter überfahren. Ob es noch weitere Schäden gibt, soll in den kommenden Wochen geprüft und von einem externen Gutachter bewertet werden.

Die Autobahn GmbH kündigte nach Auswertung der Schäden mögliche weitere Maßnahmen an. Bereits jetzt steht fest, dass im Sommer eine Schrankenanlage eingerichtet wird, um zu schwere Lkw an der Durchfahrt zu hindern. Ein ähnliches Modell war auf der maroden Leverkusener Rheinbrücke nötig, da zu viele Lkw sich nicht an das Verbot gehalten hatten. Einen Zeitplan wollen die Verantwortlichen bald bekannt geben.

Nach festgestellten Schäden im Stahl muss die Brücke kurzfristig ersetzt und neu gebaut werden. Einige Brückenbauteile stammen noch aus dem Jahr 1956, zuletzt wurden im Jahr 1993 im Rahmen eines Anbaus größere Arbeiten an der Eifeltor-Brücke durchgeführt.

Die A4 im Kölner Süden wird täglich von bis zu 270.000 Menschen befahren und gilt als wichtige Verkehrsachse. Durch das Fahrverbot muss der Schwerlastverkehr auf die A1 und auf die A3 ausweichen. Dadurch wird eine erhebliche Mehrbelastung auf den Strecken erwartet.