Torjubel v.l.: Conrad Harder 11, RB Leipzig, Torschütze Xaver Schlager 24, RB Leipzig, David Raum 22, RB Leipzig und Castello Lukeba 23, RB Leipzig.

Stand: 30.04.2026 • 17:05 Uhr

Komfortable Ausgangsposition für RB Leipzig. Die Sachsen können bereits vorzeitig und am Samstag die Quali für die Königsklasse perfekt machen. Gegner Leverkusen steht dagegen ordentlich unter Druck.

Erster Matchball für RB Leipzig: Aus den verbleibenden drei Bundesliga-Spielen der Saison benötigen die Leipziger nur noch einen Sieg für die sichere Champions-League-Qualifikation. Gleich am Samstag (2. Mai 2026, ab 18.30 Uhr im Live-Ticker und in der Audio-Reportage) beim Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen will das Team von RB-Coach Ole Werner die Königsklasse klarmachen.

RB-Coach Werner: „Motivation ist spürbar“

„Die Motivation, das Ziel zu erreichen, ist spürbar“, berichtet Werner bei der Pressekonferenz am Donnerstag (30. April 2026). „Wir haben bis zum jetzigen Zeitpunkt einen guten Job gemacht. Das Entscheidende kommt jetzt.“ RB liegt als Tabellendritter fünf Punkte vor dem Fünften Hoffenheim und sieben Zähler vor dem Tabellensechsten Leverkusen. Weil der Tabellenvierte aus Stuttgart und Hoffenheim sich noch im direkten Aufeinandertreffen Punkte abnehmen, reicht RB ein Sieg aus den verbleibenden drei Spielen.

Leverkusen verlor zuletzt zweimal zu Hause

Leverkusen muss dagegen gewinnen – und verlor die jüngsten beiden Heimspiele in der Bundesliga gegen Augsburg und im Pokal gegen Bayern München. „Wir können nicht viel von Augsburg kopieren und auch nicht von den Bayern“, lacht Werner auf die Leverkusener Niederlagen angesprochen: „Du musst auf Dich schauen.“ Außerdem würden 30 Torschüsse der Leverkusener im Spiel gegen Augsburg die hohe Qualität der Rheinländer zeigen. „Leverkusen ist eine Mannschaft, die extrem ballsicher ist. In allen Mannschaftsteilen“, sagt der RB-Coach und verweist auf den jüngsten Auswärtssieg in Dortmund, das Liga-Remis gegen Bayern oder das Champions-League-Remis gegen Arsenal.

Leverkusen mit Coach Hjulmand steht unter Druck.

B04-Coach Hjulmand: „Feuer und Motivation auf dem Platz“

Allerdings rumort es in Leverkusen ordentlich. Unsicher ist, ob der erst während der Saison verpflichtete Trainer Kasper Hjulmand auch in der kommenden Spielzeit auf der Bank sitzt. Vor dem Spiel gegen RB appelliert der Däne an sein Team: „Wir haben eine gemeinsame Verantwortlichkeit für das Feuer und die Motivation auf dem Platz.“ Die erneute Champions-League-Quali sei das erklärte Ziel: „Wir haben viel zu gewinnen. Wir haben drei Spiele und mit diesen drei Spielen können wir in die Champions League nächstes Jahr. Mein Fokus liegt 100 Prozent auf diesen Spielen.“

Gute Chancen auf ein Chancenfest

Die neutralen Zuschauer können sich jedenfalls auf ein Chancenfestival freuen: Beide Teams haben mit je 62 Toren die viertbeste Offensive der Liga, RB hat die zweimeisten Großchancen der Liga, Leverkusen den zweithöchsten expected-Goals-Wert.

Lukeba und Raum vor Comeback bei RB

Personell kündigt sich bei RB eine Rückkehr von Castello Lukeba (Adduktorenprobleme) an, der Innenverteidiger habe die Woche schon voll mittrainieren können. Auch Kapitän David Raum (Leistenprobleme) könnte eine Option sein, der Außenverteidiger sei Mittwoch wieder voll ins Mannschaftstraining eingestiegen. Eine finale Entscheidung solle am Freitag nach dem Abschlusstraining fallen.

Dirk Hofmeister

Mitteldeutscher Rundfunk