Nun geht es voran – und Pfarrerin Heike Ernsting hofft, dass die Umgestaltung spätestens Anfang 2027 fertiggestellt ist.

Die Fläche wird aktuell bereits vielseitig genutzt. Alle zwei Jahre findet auf der rund 20 Meter breiten und etwa 100 Meter langen Wiese der Westfälische Rossmarkt – das Langerfelder Traditionsfest – statt. Heike Ernsting erklärt: „Die Fläche wird zwar genutzt, aber viele waren der Meinung: Da ist mehr Potenzial“.

Im September 2021 wurde ein Ideenwettbewerb ausgerufen. Die Vorschläge umfassten unter anderem etwa Gärtnern für Jung und Alt an Hochbeeten, eine Boulebahn, Stadtteilfeste und Lesungen. Mit den eingereichten Ideen hat die Arbeitsgruppe weitergearbeitet und gemeinsam mit der Landschaftsarchitektin Susanne Weisser erste Entwürfe entwickelt. Im Mai 2022 wurden die Entwürfe dem Quartier vorgestellt und weiterentwickelt. „Daraus haben wir einen Planungsentwurf erarbeitet“, berichtet Ernsting.

Der Entwurf sieht vor, dass es im unteren Bereich der Wiese eine ebene Wiesenfläche gibt, in der Gruppenspiele möglich sind. Ein Stück höher soll ein Garten Platz finden. Hier können Hochbeete angelegt werden sowie ein Barfußparcours, Blumen und ein Naschgarten. Es gibt auch schon einen kleinen Kräutergarten. „Wir haben viel Schnittlauch und konnten auch schon Kochaktionen machen“, berichtet Ernsting.

Auf der Höhe des Gemeindehauses soll ein ovaler Platz befestigt aber nicht versiegelt werden, der von einer Hecke zum Hang nach unten eingefasst ist. Zur Seite nach oben, Richtung Inselstraße, ist der Platz von Sitzmauern und Bänken begrenzt. „Es wird eine kleine Freiluftarena, im Grunde wie ein Klassenzimmer im Freien“, so Ernsting.

Hier können Gottesdienste gefeiert und Lesungen veranstaltet werden. Auf dem Platz ist Boule möglich. Für größere Veranstaltungen können weitere Sitzmöglichkeiten aufgestellt und Bühnentechnik aufgebaut werden. Dieser Bereich soll auch für Menschen mit Gehbehinderung und Rollstuhl zugänglich sein.

Der obere Hang zur Inselstraße wird mit Obstbäumen und -sträuchern bepflanzt. Bei interkulturellen Treffen tauschen Menschen ihre Gartengeschichten aus oder veranstalten Turniere auf der Wiese, die am Abend am Lagerfeuer ausklingen. Eine geschützte Terrasse entsteht am Gemeindehaus, wo sich Seniorengruppen hinsetzen können und die Wege ins Haus kürzer sind. Ein Bienenstock ist bereits auf die Wiese gezogen. „Wir hoffen, dass sich viele beteiligen, denn davon lebt so ein Garten“, erklärt Heike Ernsting.

Bezirksbürgermeister Andreas Bialas (SPD) sagt: „Die Wiese ist einer der wenigen grünen Flecken, die wir im Zentrum haben. Wenn die Fläche nun den Charme eines Gartens bekommt, finden wir es wunderbar“. Allerdings, betont er, müsse auch potenzieller Vandalismus mitgedacht werden. Darüber hinaus spricht er sich auch für die Installation eines Dachs aus.

Umgestaltung soll
rund 200 000 Euro kosten

Für die Umsetzung der Planung entstehen Kosten in Höhe von 200 000 Euro. Die Hälfte der Kosten ist über das Stadtentwicklungsprogramm Isek Heckinghausen/Langerfeld bewilligt worden. Für die andere Hälfte hat die ev. Kirchengemeinde Langerfeld eine Bürgschaft übernommen. „Wir haben bereits Zusagen für weitere Förderungen erhalten von der BV Langerfeld-Beyenburg, der Stadtsparkasse Wuppertal, der Dr.-Werner-Jackstädt-Stiftung in Höhe von insgesamt 30 000 Euro“, so Ernsting. Weitere Gelder sind beantragt und auch schon in Aussicht gestellt worden. Zur Reduzierung des Eigenanteils sind die Verantwortlichen aber auf weitere Drittmittel und Spenden angewiesen. Grundsätzlich soll die Nutzung des Gartens der Begegnung für den Stadtteil kostenlos sein. Die jährliche Unterhaltung und Pflege liegt bei der Kirchengemeinde. Die Umgestaltung soll rund zwölf Monate dauern.