Polizei durchsucht Wohnungen
Festnahme nach versuchtem Anschlag mit Handgranate
30.04.2026 – 16:33 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Mann hält eine Handgranate (Symbolfoto): Nur ein Defekt soll in Köln eine Explosion verhindert haben. (Quelle: imago stock&people/imago-images-bilder)
Im vergangenen Jahr wird in einem Kölner Vorgarten eine Handgranate gefunden. Nun hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Auch weitere Vorwürfe stehen im Raum.
Mehr als ein Jahr nach dem Fund einer Handgranate in einem Vorgarten in Köln-Höhenhaus hat die Polizei einen 30-Jährigen festgenommen. Der Mann soll laut Ermittlern hinter der Aktion stecken und wird unter anderem der besonders schweren räuberischen Erpressung sowie des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion verdächtigt. Zudem soll er mutmaßlich Verbindungen ins Rockermilieu haben.
Im März 2025 sind nach Polizeiangaben mehrere Pistolenschüsse auf die Fassade eines Mehrfamilienhauses im Kölner Stadtteil Höhenhaus abgefeuert worden. Kurz darauf entdeckten Einsatzkräfte vor dem Gebäude eine Handgranate – mit bereits gezogenem Splint. Nur ein Defekt habe eine Detonation verhindert, teilte die Polizei mit. Ein Entschärfer sprengte die Granate anschließend kontrolliert.
Die Ermittler gehen davon aus, dass der festgenommene 30-Jährige einen noch unbekannten Mittäter damit beauftragt hatte, einen Mann massiv einzuschüchtern – mit dem Ziel, von diesem einen sechsstelligen Geldbetrag zu erpressen. Der unbekannte Komplize soll daraufhin die Schüsse abgefeuert haben. Dem 30-Jährigen wird vorgeworfen, die Handgranate platziert zu haben.
Zusätzlich werfen die Ermittler dem Festgenommenen und einem 24-jährigen mutmaßlichen Komplizen vor, am 20. April 2025 ein weiteres Opfer in einer Shishabar mit Gewalt genötigt zu haben, ebenfalls eine sechsstellige Summe herauszugeben.
Bei dem Einsatz gegen den Mann wurden laut Polizei am Donnerstag mehrere Wohnungen durchsucht – darunter auch die des mutmaßlichen Komplizen. Wie es hieß, waren Spezialeinheiten an dem Einsatz beteiligt. Mehrere Mobiltelefone wurden sichergestellt, Waffen hingegen nicht gefunden. Die Suche nach dem noch unbekannten mutmaßlichen Schützen dauert weiter an.
