Hildburg Bruns

Hildburg Bruns

Berlin – In etlichen Berliner Restaurants versteht selbst die Bedienung nur Englisch. Auf diesen internationalen Zug springen jetzt die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) auf: Auch Durchsagen in älteren U-Bahnen und Bussen werden im Laufe des Jahres zweisprachig laufen – neben Deutsch auch auf Englisch.

Immerhin rollt die Berliner U-Bahn wieder zuverlässiger. Aktuell kommen 98,6 Prozent der im Fahrplan angekündigten Züge (2024: 93 Prozent). Ob sie aber auf die Minute pünktlich sind, hält BVG-Chef Henrik Falk (56) für zweitrangig. Eher sei den Fahrgästen wichtig, dass alle reinpassen, also genügend Wagen angehängt sind. Bei Bussen und Tram liegt die Zuverlässigkeit sogar bei 99 Prozent.

So wurde die Trendwende geschafft

„Wir stabilisieren den Betrieb Schritt für Schritt“, sagt Falk bei seinem Jahresrückblick. „Jetzt geht es darum, die Qualität nachhaltig auf ein neues Niveau zu heben.“ Seit September 2025 sind rund 130 neue Fahrzeuge vor allem auf der U2 im Einsatz. Im Mai startet die Auslieferung der breiteren Fahrzeuge für die Linien U5 bis U9. Das Ende der Krise wird erst für Ende 2027 erwartet.

Bus-Fahrpläne weiter ausgedünnt

Das Personalproblem bei der Busflotte scheint stabilisiert: Zum Jahresende gab es 4880 Fahrer, immerhin 220 mehr, als im Jahr davor. In der Stadt sind inzwischen auch 50 neue E-Gelenkbusse unterwegs. Bei der BVG ist man auch zuversichtlich, dass bald die XXL-Tram (“Urbanliner“) Fahrgäste transportieren kann. In letzter Minute war die Jungfernfahrt auf der Linie 4 gestoppt worden, weil nicht klar war, ob die Tunnel unter dem Alexanderplatz das Gewicht verkraften.

Die Erfolgs-Bilanz für 2025: Es wurden „nur“ 50,2 Millionen Miese gemacht, im laufenden Jahr werden schwarze Zahlen erwartet. 2026 soll die Rekordsumme von einer Milliarde Euro investiert werden. Zwei E-Busbetriebshöfe (Marienfelde, Treptow) werden 2027 fertig.

Noch ein hoher Krankenstand

Als Arbeitgeber wird die BVG als Landesunternehmen mit sicheren Jobs immer attraktiver: Pro Stelle gehen 17 Bewerbungen ein. Die Fluktuation ging leicht auf 9,9 Prozent zurück. Der Krankenstand ist mit 9,2 Prozent immer noch hoch.