Die Partie war wieder offen, und im Schlussdrittel hart umkämpft. In der 45. Minute prallte der Puck unglücklich vom eigenen Schläger in das Gesicht von Jonas Müller. Blut rann aus seinem Mund aufs Eis, der Verteidiger verließ das Feld sofort und verschwand in den Katakomben. Doch wenig später Entwarnung: Der Verteidiger nahm – mit dicker Lippe – unter aufbrandendem Jubel in der Arena am Ostbahnhof auf der Bank Platz.

Von da aus beobachtete er, wie sein Team zur vermeintlichen Vorentscheidung traf: Auf der rechten Seite passte Lancaster auf Jean-Sebastien Dea, der den Puck direkt per Drop-Pass weiterleitete auf Vikingstad – und der chippte ihn abgebrüht in den Winkel zum 3:1 (47.).

Ausgerechnet ein Berliner machte das Spiel ungewollt wieder spannend: Markus Niemeläinen handelte sich durch einen unsportlichen Gesichtstreffer eine Vier-Minuten-Strafe ein. In Überzahl übten die Gäste Druck aus, trafen erst die Latte und konnten wenig später durch den Treffer vor Zach Solow auf 2:3 verkürzen (53.). Kurz vor Spielende konnten die Adler tatsächlich ausgleichen: Alexander Ehl drückte die Scheibe im Gewühl über die Linie zum 3:3-Ausgleich (57.). Die Partie ging in die Overtime.