Ein Mann soll ein minderjähriges Mädchen aus Sachsen-Anhalt über soziale Medien in eine Falle gelockt und möglicherweise auch missbraucht haben. Dank einer aufmerksamen Schülerin konnte die Elfjährige im fränkischen Coburg gefunden werden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.
Schülerin informiert Polizei
Das Mädchen aus Wanzleben im Landkreis Börde war seit Montag vermisst worden, nachdem es von der Schule nicht nach Hause gekommen war.
Einer 19 Jahre alten Schülerin fiel das Mädchen mit dem wesentlich älteren Begleiter am Dienstag im Zug zwischen Bamberg und Coburg auf – ohne dass sie wusste, dass es als vermisst galt.
Als sie später in sozialen Medien auf die Öffentlichkeitsfahndung stieß, informierte sie sofort die Polizei.
Ermittlungen wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch
Aufgrund ihres Hinweises konnte der Begleiter identifiziert werden. In der Wohnung eines 55-jährigen Coburgers fanden Ermittler das Mädchen sowie den 33-jährigen deutschen Verdächtigen. Gegen ihn wird nun wegen verschiedener Delikte ermittelt. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
Wie die bayerische Polizei MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, wird wegen des möglichen sexuellen Missbrauchs eines Kindes ermittelt. Das bedeute aber nicht zwangsweise, dass es zu einem körperlichen Missbrauch gekommen sei. Zuletzt hieß es von Seiten der Polizei, der Elfjährigen sei nichts passiert.