Erneut wurde einer linken Buchhandlung die Kulturförderung des Bundes verwehrt. Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda findet das falsch – und ging demonstrativ einkaufen.
30. April 2026, 19:31 Uhr
9 Min.
16 Kommentare
Zusammenfassen
Schließen
Artikelzusammenfassung
Das Bundesinnenministerium mischt sich in die Kulturförderung ein, indem es einer linken Buchhandlung in Hamburg die Fördermittel entzieht. Kultursenator Carsten Brosda (SPD) kritisiert diese Entscheidung und betont die Bedeutung von Buchhandlungen als geistige Tankstellen. Er verteidigt die Vielfalt der Gedanken und den offenen Diskurs in einer liberalen Gesellschaft. Brosda warnt davor, kulturpolitische Entscheidungen mit dem Verfassungsschutz zu vermengen und plädiert für die Freiheit der Kunst. Die Diskussion um politische Einflussnahme auf die Kulturförderung wird kontrovers geführt, während die Debatte um patriotische Kultur in Sachsen-Anhalt die Kunstfreiheit in Frage stellt.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Fanden Sie die Zusammenfassung hilfreich?
Gefällt mir
Gefällt mir
Gefällt mir nicht
Gefällt mir nicht
Send

Carsten Brosda (SPD), Senator für Kultur und Medien in Hamburg, in seinem Büro in der Kulturbehörde.
© Marcus Brandt/picture-alliance/dpa
Am Mittwoch wurde bekannt, dass sich das Bundesinnenministerium in die Kulturförderung eingemischt hat: Die Bundestagsfraktion der AfD hatte in einer parlamentarischen Anfrage wissen wollen, welche Förderung die linke Buchhandlung im Schanzenviertel in Hamburg erhalte. Das CDU-geführte Innenministerium antwortete darauf, die Buchhandlung werde zukünftig keine Fördermittel mehr bekommen, und zwar »wegen der dem Bundesamt für Verfassungsschutz vorliegenden Erkenntnisse«. Es ist nicht das erste Mal, dass die Bundesregierung einzelne Buchläden unter Berufung auf den Verfassungsschutz von der Kulturförderung ausschließt. Carsten Brosda (SPD), der Kultursenator der Hansestadt, kritisiert diese Politik.