Das trockene Wetter und die frühsommerlichen Temperaturen sollen auch in den nächsten Tagen anhalten. Dies führe zu einer erhöhten Brandgefahr, teilte die Stadt jetzt mit.
Weiter heißt es: „Der Graslandfeuerindex liegt heute bereits auf Stufe 3 und soll zumindest morgen (Freitag, 1. Mai) die Stufe 4 erreichen. Das Grillen ist bei einem Graslandfeuerindex ab Stufe 4 – der zweithöchsten Stufe – aus Brandschutzgründen generell im öffentlichen Raum, also auch auf ausgewiesenen Grillflächen, untersagt.“
Außerhalb dieser Flächen sei Grillen ohnehin ganzjährig verboten. Der aktuelle Graslandfeuerindex ist online auf der Homepage des Deutschen Wetterdienstes unter www.dwd.de abrufbar.
Die Stadt Duisburg weist zudem ausdrücklich nochmals auf das bestehende Rauchverbot im Wald in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober hin. Ganzjährig gelte außerdem ein absolutes Grill- und Feuerverbot im Wald und in Waldnähe.
Verstöße stellten eine Ordnungswidrigkeit dar und könnten mit einer Geldbuße von bis zu 1000 Euro, verbotenes Grillen in Grünanlagen und im Wald sogar mit bis zu 5000 Euro bestraft werden. Das maximal mögliche Bußgeld sei gesetzlich mit 25.000 Euro festgelegt.
Weitere Informationen rund um die Themen Grillen / Waldbrandgefahr im Stadtgebiet sind online abrufbar unter: www.duisburg.de/grillen.
Da sich vielfach in Duisburg nicht an bestehende Grillregeln gehalten wird, wollen die Fraktionen von SPD, CDU und Junges Duisburg das Grillen in Duisburg grundlegend neu ordnen. Im Rahmen der Beratungen zur städtischen Vorlage für den Toeppersee in Rheinhausen haben sie nun einen gemeinsamen Änderungsantrag eingebracht, der über den Einzelfall hinausgeht und ein gesamtstädtisches Konzept für öffentliche Grillflächen vorsieht.
Hintergrund seien zunehmende Nutzungskonflikte, Beschwerden über Müll, Lärm und Verkehrsprobleme an stark frequentierten Standorten wie dem Toeppersee oder dem Stadtpark Meiderich. Gleichzeitig bleibe das Grillen für viele Duisburger ein wichtiges Freizeitangebot, gerade für Menschen ohne eigenen Garten oder Balkon.
„Viele Menschen in unserer Stadt haben keinen eigenen Garten. Für sie sind Parks und Seen der Ort, an dem sie sich treffen und gemeinsam Zeit verbringen können. Dieses Bedürfnis nehmen wir ernst“, sagt SPD-Fraktionschef Bruno Sagurna. „Deshalb setzen wir bewusst auf ein gesamtstädtisches Konzept, das Orientierung gibt, Freiräume erhält und gleichzeitig dafür sorgt, dass es für alle gut funktioniert.“
Auch für die CDU ist klar, dass es mehr als punktuelle Eingriffe braucht. „Im Moment fehlt es schlicht an Regeln, die auch durchgesetzt werden können, da reicht auch keine Insellösung. Wenn Müll liegen bleibt und Anwohner sich gestört fühlen, läuft etwas schief“, so der Fraktionsvorsitzende Thomas Mahlberg. Ein stadtweites Konzept könne hier für mehr Ordnung und Verlässlichkeit sorgen, ohne die Nutzung unnötig einzuschränken.
Der Änderungsantrag sieht vor, dass die Verwaltung ein umfassendes Konzept inklusive eines Bewirtschaftungsmodells erarbeitet. Ziel sei es dabei, das Grillen gezielt zu steuern, Konflikte zu reduzieren und die Nutzung öffentlicher Flächen besser zu koordinieren.
Frederik Engeln von Junges Duisburg fordert dabei vor allem Tempo bei der Umsetzung: „Die Verwaltung muss jetzt schnell handeln. Wir können nicht noch wochenlang zusehen, wie an einzelnen Standorten immer wieder Chaos entsteht. Ein tragfähiges Konzept muss so schnell wie möglich umgesetzt werden, damit klare Regeln gelten und sich die Situation spürbar verbessert.“
Mit ihrem gemeinsamen Vorstoß setzen die drei Fraktionen auf einen pragmatischen Ansatz: weg von einzelnen Maßnahmen, hin zu einer gesamtstädtischen Lösung, die Nutzung ermöglicht und Konflikte reduziert.