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Ein Sonntag mit besonderer Bedeutung steht dem HSV Hamburg bevor. Am 30. Spieltag kommt es in der Sporthalle Hamburg zum Duell mit dem TVB Stuttgart (15 Uhr, WELT TV und live bei Dyn/Anzeige). Für Moritz Sauter (23) ist es gleich in mehrfacher Hinsicht ein spezielles Spiel: Es ist das fünftletzte Saisonspiel in der Daikin Handball-Bundesliga, das drittletzte vor heimischem Publikum – und seine erste Partie, seit er erstmals für die Nationalmannschaft nominiert wurde.
Foto: Dyn
Bundestrainer Alfred Gislason (66) zu SPORT BILD: „Moritz Sauter kenne ich lange, er gehört zur Weltmeister-Generation von 2023 und hat sich bei Toto (HSV-Trainer Torsten Jansen, d. Red.) extrem weiterentwickelt. Er ist ein Spieler, der sowohl im Rückraum links als auch in der Mitte spielen kann, dazu ein ordentlicher Abwehrspieler – und insgesamt sehr spielintelligent. Ich beobachte ihn schon länger intensiv, schneide auch die Spiele des HSV zusammen und schaue mir Sauter dort genau an. Durch den Ausfall von Julian Köster hat sich dann die Frage gestellt, ob wir einen Mittelmann testen – zumal auch Nils Lichtlein mit seinem Fußgelenk angeschlagen ist. Deshalb wollte ich ihn jetzt ausprobieren.“
Im Zentrum gegen Stuttgart dürfte Sauter nun noch mehr im Fokus stehen. 137 Tore und 58 Assists hat er in dieser Saison geliefert. Er hat gewartet, gearbeitet, geliefert – jetzt wird er Nationalspieler. Als zehnter Profi aus der Gold-Truppe von 2023.
Mit Stuttgart kommt ein direkter Tabellennachbar nach Hamburg. Angeführt von Tor-Monster Kai Häfner (36). Der Europameister von 2016 steht bei 230 Treffern und ist aktuell die Nummer zwei der Liga. Sauter muss in der HSV-Defensive Tor-Monster Häfner an die Kette legen – U21-Weltmeister gegen Europameister.

Tor-Monster Kai Häfner (36/l.) gehörte zu den Bad Boys, die 2026 in Polen EM-Gold holten. Der Linkshänder hat die meisten Siebenmetertore in der Liga (125) geworfen
Foto: picture alliance/Pressefoto Baumann
Das Hinspiel war der Saisonauftakt für beide Teams – und ein echtes Tor-Festival. Der HSV gewann in der Porsche-Arena 36:33. Häfner traf elfmal für Stuttgart. Nicolaj Jørgensen netzte bei seinem ersten Bundesliga-Spiel ebenfalls elfmal.
Brisant: Hamburgs Schlussmann Mohamed El-Tayar (30) wechselt zur neuen Saison zu den „Wild Boys“ nach Stuttgart. Am Sonntag steht er noch im HSV-Tor – gegen seinen künftigen Klub. Knapp 3000 Tickets sind bislang verkauft. Die Sporthalle Hamburg ist bereit für das Duell der direkten Tabellennachbarn – und für den ersten HSV-Auftritt nach Sauters Nominierung.
