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Der SC DHfK Leipzig hat die rote Laterne in der Handball-Bundesliga zunächst abgegeben und den HC Erlangen daheim mit 30:29 (17:13) bezwungen. Damit ist im Kampf um den Klassenerhalt wieder alles drin. Der Letzte ist nun nicht mehr der Letzte!
Leipzig bezwingt Erlangen in der Handball-Bundesliga
Zwei Drittel des „Klassentreffens“ mussten ausfallen. Die Ex-Leipziger Viggo Kristjansson und Andri Runarsson saßen beim HCE angeschlagen nur neben der Bank. Allein Macej Gebala, bis 2024 ebenfalls beim SC DHfK, stand auf der Platte. Und der läuft gleich mal richtig heiß, kassiert nach einem Gesichtswischer gegen Dean Bombac gleich zu Beginn eine Zwei-Minuten-Strafe. Knallhart auch Erlangens Tim Gömmel, der sich bei einer Abwehraktion offenbar die rechte Schulter auskugelte und auf der Bank wieder eingerenkt bekam. Nach einer Viertelstunde (9:10) ist es ein Spiel auf Augenhöhe.
Foto: BILD
Leipzig stellt sich allmählich besser auf das Angriffsspiel der Gäste ein und kommt so auch immer besser ins Tempospiel. Kapitän Lukas Binder trifft nach einem Gegenstoß zum 15:12. Seinen Treffer zum 17:13, auch der Pausenstand, feiert Bombac ausgelassen hüpfend vor der Haupttribüne. Der zweite Heimsieg der Sachsen, die in dieser Saison bisher überhaupt nur gegen den HSV Hamburg gewinnen konnten, liegt vor 4510 Fans in der Luft.
Den leidenschaftlichen Abstiegskampf vergoldete Tomas Piroch nach einer weiteren Parade von Tomas Mrkva mit dem 20:15 (38.). Alles klar? Von wegen! Der HCE wehrt sich, Marek Nissen bringt sein Team wieder auf 22:20 (45.) ran. Mehr lässt Leipzig mit dem immer stärker werdenden Mrkva jedoch nicht zu. Bis in die Schlussphase hinein. Dann ist Erlangen nach einem Treffer von Tobias Buck plötzlich auf 30:29 heran. Und es sind noch 29 Sekunden auf der Uhr. Diese Zeit spielt der Gastegeber aber am Ende souverän herunter. Der Schusspfiff lässt die Halle explodieren. Denn mit dem insgesamt dritten Saisonsieg kann sich Leipzig zunächst an Minden auf den vorletzten Platz vorbeischieben und nach dem Punkt zuvor in Kiel ein weiteres Lebenszeichen senden. Und noch sind vier Spiele im immer spannender werdenden Abstiegskampf zu gehen.
