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War das dramatisch! Die Eisbären haben mit dem 3:4 n.V. (0:0, 2:1, 1:2, 0:0, 0:1) gegen Mannheim vor 14.200 Fans in Berlin den ersten Matchpuck im Kampf um die Eishockey-Meisterschaft verschossen. In der Serie steht es immer noch 3:1 für Berlin und es geht am Sonntag (16.30, MagentaSport) zu den Adlern, die sich eindrucksvoll in dieser Serie zurückgemeldet haben.

Eine völlig unnötige Strafe von Eisbär Markus Niemeläinen (27), der neu in den Berliner Kader gerückt ist, brachte den Wendepunkt des Spiels. Im Drittel der Mannheimer foulte der Finne einen Gegenspieler (hoher Stock mit Verletzungsfolge) und kassierte eine Strafe. Dämlich! Die Adler nutzten das zum 3:2-Anschlusstreffer. Das Momentum lag jetzt aufseiten der Gäste. Drei Minuten vor Schluss gelang der Ausgleich und in der 2. Overtime ist auch das Glück auf Seiten der Adler, ihnen gelingt der Siegtreffer durch Luke Esposito.

BILD fragte TV-Experte Rick Goldmann (50, MagentaSport, ARD), der ein Spiel für Ottawa in der NHL absolvierte, 126 Länderspiele für Deutschland und in der DEL in 500 Partien auf dem Eis stand: Ist das auch die Wende in der Finalserie? Goldmann: „Mannheim hat durch diesen Overtime-Sieg in Berlin viel Schwung geholt. Dennoch glaube ich nicht, dass die Adler die Serie drehen.“

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Immerhin haben die Eisbären noch drei Matchpucks für den dritten Titelgewinn in Folge. Goldmann mit einem Augenzwinkern: „Die Eisbären haben noch drei Schüsse, ich habe es bei meiner Frau mit einem geschafft und sie war schwanger…“ Allerdings gibt der TV-Experte auch das Fehlen von Berlins gesperrtem Kapitän Kai Wissmann (29) als einen wichtigen Faktor an: „Mit dem Abwehrduo Jonas Müller und Kai Wissmann herrschte Stabilität in der Berliner Defensive. Als Kai in der Saison verletzt war, lief es lange Zeit auch nicht.“ Wissmann wurde wegen eines üblen Fouls in Spiel drei gesperrt.

Mannheim mit starkem Powerplay

Die Lehre für Berlin heißt am Sonntag: Strafminuten müssen unbedingt vermieden werden. Im Powerplay sind die Adler brandgefährlich. Sie werden alles versuchen, um die völlige Wende in dieser packenden Play-off-Serie zu schaffen. Es wäre eine Sensation – noch nie ist es einer Mannschaft gelungen, einem 0:3-Rückstand in einen 4:3-Seriengewinn zu drehen.

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Quelle: MagentaSport29.04.2026