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Dynamo Dresden muss im Sommer nicht nur Leihspieler wieder abgeben, es kommen auch ausgeliehene Profis zurück. Der interessanteste Fall ist zweifellos Jonas Oehmichen (22). Der Offensivmann explodierte regelrecht bei Drittligist Alemannia Aachen.
Das Eigengewächs schoss in bisher 12 Spielen zwei Tore und legte vier auf, zieht im Zentrum der Aachener eindrucksvoll die Fäden. Dabei überzeugt er mit Übersicht, starker Technik und enormer Laufleistung. In der Branche zählt Oehmichen inzwischen zu den drei besten Drittliga-Kickern. Das weckt natürlich Begehrlichkeiten. Aachen will Oehmichen unbedingt halten, das hat Sportchef Rachid Azzouzi in Dresden hinterlegt.
Auch mehrere Zweitligisten sollen den gebürtigen Dresdner inzwischen auf dem Zettel haben. Doch wie sieht Dynamos Sportchef die Situation? „Es war grundsätzlich unsere Vorstellung, dass die Leihe von Oehmi für alle Seiten ein Erfolg sein kann. Sowohl für Aachen in dieser Saison, als auch für den Spieler mit der nötigen Spielzeit sowie für uns als Verein“, erklärt Sören Gonther auf BILD-Nachfrage.
Die Rechnung ging voll auf. Und genau deshalb beendet Gonther Spekulationen, Oehmichen könnte ein weiteres Mal verliehen oder gar verkauft werden: „Wir werden im Sommer einen Spieler zurück in Dresden begrüßen können, der mit Spielpraxis und Selbstvertrauen ausgestattet ist.“
Rückkehr klar – Position offen
Spannend wird sein, auf welcher Position er nach seiner Rückkehr wirbeln kann. Vor seinem Wechsel wurde Oehmichen meist auf der Außenbahn eingesetzt, bei der Alemannia überzeugte er im Zentrum. Dort ist bei der SGD aber Niklas Hauptmann gesetzt.
Eine Möglichkeit wäre – so wie in Aachen – die Position dahinter. Denn im defensiven Mittelfeld drohen zum Saisonende mit Robert Wagner und Kofi Amoako die Abgänge zweier Stammspieler. So oder so: Ein Jonas Oehmichen in der aktuellen Form hilft den Dresdnern definitiv weiter – egal, wo ihn Trainer Thomas Stamm am Ende einsetzt.