Die Fahrt nach München war schnell vorbei. Auf dem Weg von Hamburg nach München musste ein ICE am Freitag plötzlich eine Vollbremsung hinlegen. Grund dafür war eine gerissene Oberleitung. Hunderte Fahrgäste sitzen seit Stunden fest.

Der Zug befand sich etwa 500 Meter vom Bahnhof Bardowick (nahe Lüneburg) entfernt. Der Lokführer bemerkte um kurz vor 13 Uhr, dass die Oberleitung der Bahntrasse auf die Gleise hing und leitete sofort eine Schnellbremsung ein.

ICE aus Hamburg beschädigt – Fahrgäste müssen evakuiert werden

Nach Informationen der Polizei Bremen wurde durch die Bremsung niemand verletzt. Allerdings saßen die rund 460 Reisenden vorübergehend im ICE fest, da die Oberleitung auf dem Dach des Zuges gelandet war. Daher musste zunächst die Gefahr von Starkstromschlägen durch das Erden der Oberleitung beseitigt werden. Feuerwehr und Notfallmanager waren im Einsatz, um die Situation zu klären. Aufgrund der Oberleitungs-Spannung von etwa 15.000 Volt bestehe potenziell Lebensgefahr, so eine Sprecherin der Deutschen Bahn.

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Der Vorfall sorgt aktuell auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin für längere Fahrzeiten und Verspätungen. Züge werden über Hannover umgeleitet. Auch die Linien RE3 und RB31 der Metronom-Regionalzüge sind von dem Oberleitungsschaden betroffen. Hier komme es auf der Strecke zwischen Hamburg-Lüneburg-Uelzen aktuell zu massiven Verspätungen und Teilausfällen, teilte das Verkehrsunternehmen auf seiner Website mit. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet.

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Wie lange die Evakuierung noch dauert, sei bislang unklar, so der Bundespolizeisprecher. Auch die Ursache für den Oberleitungsschaden ist bislang unbekannt. Fahrgäste werden gebeten, sich vor Fahrtantritt über die aktuellen Abfahrt- und Ankunftszeiten zu informieren. (kla)