Ukrainische Drohnenangriffe haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj der russischen Ölindustrie seit Jahresbeginn einen Schaden von umgerechnet mindestens sechs Milliarden Euro zugefügt. „Durch Einschläge, Stillstand und Verzögerungen bei Lieferungen“, zählte Selenskyj bei Telegram auf. Dabei hätten die Attacken im April ein neues Niveau erreicht, schrieb er.
Drohnen würden inzwischen nicht nur weiter fliegen als je zuvor, sondern auch die Intensität der Angriffe sei auf Rekordlevel. Das wiederum führe zum stärksten Schrumpfen der
Ukrainische Drohnen haben nach eigenen Angaben einen wichtigen russischen Drohnenentwicklungskomplex im von Russland besetzten Gebiet Saporischschja getroffen. Bei einem Drohnenangriff seien mehrere Anlagen beschädigt worden, erklärte das 413. „Raid“-Regiment der ukrainischen Streitkräfte unter anderem auf X. Dazu veröffentlichten sie ein Video, das die Angriffe zeigen soll.
Die Gebäude gehören demnach zu „Bars-Sarmat“ und diene als Schlüsselkomplex für die Entwicklung russischer Drohnen, Roboter- und elektronischer Kriegsführungssysteme. Bei dem Angriff soll es mehrere Schäden an mehreren Werkstätten des Zentrums geben, in denen Drohnen und unbemannte Bodenfahrzeuge hergestellt und gefertigt wurden, schreibt „Kyiv Independent“. Angaben zum genauen Zeitpunkt des Angriffs machte das Regiment nicht.
Empfohlener externer InhaltX
Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen X-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren X-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.
X-Inhalte immer anzeigen
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.
Russische Behörden haben einen erneuten ukrainischen Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse gemeldet. „In Tuapse ist infolge eines Drohnenangriffs des Kiewer Regimes ein Feuer auf dem Gelände des Seehafenterminals ausgebrochen“, hat der Generalstab der Region Krasnodar auf Telegram mitgeteilt. Es hat keine Verletzten gegeben. Rettungskräfte sind im Einsatz gewesen.
Bei einer Explosion in einer abgeschlossenen Militärsiedlung im Fernen Osten Russlands ist ein Armeeoffizier getötet worden. Das berichteten drei mit dem Vorfall vertraute Quellen dem britischen „Guardian“. Ziel soll demnach Generalmajor Asatbek Omurbekow gewesen sein, der auch als der „Schlächter von Butscha“ bezeichnet wird. Russische Truppen sollen in Butscha mehr als 400 Zivilisten getötet haben.
Omurbekow wurde dabei nicht verletzt, wie der „Guardian“ berichtet. Er befehligte 2022 russische Truppen während der Besetzung von Butscha. Die EU hat wegen seiner Rolle bei dem Massaker an Zivilisten in der ukrainischen Stadt Sanktionen gegen ihn verhängt.
Die Bombe explodierte den Angaben zufolge am Dienstag gegen 9 Uhr in einem Wohnblock in Knjase-Wolkonskoje-1. Zwei Quellen sagten, der Täter habe den Sprengsatz in einem Briefkasten zwischen dem ersten und zweiten Stock platziert und eine Kamera installiert. Der Angreifer habe jedoch den falschen Eingang gewählt.