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Hohe Kerosinpreise – Erste Airline steht vor dem Aus

02.05.2026 – 03:25 UhrLesedauer: 2 Min.

Bleiben wohl auch künftig am Boden: Flugzeuge der US-Airline Spirit in Florida.Vergrößern des Bildes

Bleiben wohl auch künftig am Boden: Flugzeuge der US-Airline Spirit in Florida. (Quelle: Marco Bello/Reuters)

Mehrere Billigfluglinien sind wegen der hohen Kerosinpreise in wirttschaftlicher Schieflage. Eine von ihnen steht nun vor der Insolvenz.

Die US-Billigfluggesellschaft Spirit Airlines steht Insidern zufolge unmittelbar vor dem Aus, nachdem ein massiver Anstieg der Kerosinpreise infolge des Iran-Krieges die Sanierungspläne zunichte gemacht hat. Die Treibstoffkosten haben sich bis Ende April auf rund 1,19 Dollar pro Liter verdoppelt und damit die ursprünglichen Kalkulationen der Airline für den Weg aus der Insolvenz über den Haufen geworfen.

Spirit wäre damit in der Luftfahrtbranche das erste direkte Opfer der wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts. US-Präsident Donald Trump erklärte, das Weiße Haus habe dem Unternehmen und seinen Gläubigern ein letztes Rettungsangebot vorgelegt. Die Regierung bietet Kreisen zufolge eine Finanzierung in Höhe von 500 Millionen Dollar an – im Gegenzug für Optionsscheine auf 90 Prozent der Anteile.

Da die Gespräche jedoch ins Stocken geraten sind, bereitet sich die Fluggesellschaft laut mit dem Vorgang vertrauten Personen auf eine Einstellung des Flugbetriebs in der kommenden Nacht vor.

Wenige Tage zuvor hatten mehrere US-Billigfluggesellschaften die Trump-Regierung bereits um staatliche Hilfen in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar gebeten. Im Gegenzug hätten die Firmen eine Unternehmensbeteiligung angeboten, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Zu der Gruppe gehörten unter anderem Frontier und Avelo. Die Fluglinien hätten vorgeschlagen, Optionsscheine auszugeben, die in Aktien umgewandelt werden könnten.

Die Vorstandschefs mehrerer Billigflieger hätten sich am Dienstag vergangener Woche mit Verkehrsminister Sean Duffy und dem Chef der US-Luftfahrtbehörde FAA, Bryan Bedford, getroffen, um über den Plan zu sprechen. Zuvor hatte das „Wall Street Journal“ darüber berichtet.

Die geforderte Summe von 2,5 Milliarden Dollar ergebe sich aus den erwarteten Mehrkosten für Kerosin im laufenden Jahr, sagten die Insider. Das Weiße Haus und Frontier reagierten zunächst nicht auf Bitten um Stellungnahme. Ein Sprecher von Avelo wollte sich zu dem Bericht nicht äußern, betonte jedoch die Wichtigkeit einer gesunden Branche in Zeiten hoher Treibstoffkosten.