Halle. „Wir sollten das Straßenverkehrsamt auffordern, hier einen Kreisverkehr zu bauen“, sagte Elke Beckebanze-Schuster im Bau- und Verkehrsausschuss am Dienstagabend mit Blick auf die Einmündung Theenhausener Straße/Nordstraße. Die Polizei habe diese Bitte bereits 2019 dem Baulastträger Straßen.NRW gegenüber geäußert, nun möchte die Politik dieser noch einmal Nachdruck verleihen. Bisher hatte Straßen.NRW stets betont, hier keinen Kreisverkehr einzurichten. Ein Antrag der Grünen führt nun aber dazu, dass die Mitglieder des Verkehrsausschusses dem Wunsch aus Halle noch einmal Nachdruck verleihen.

Grund dafür ist ein tödlicher Verkehrsunfall vom 16. Dezember vergangenen Jahres. Durch ihn geriet die einstige Unfallhäufungsstelle nun wieder in den Fokus. Die Polizei schaute sich noch einmal die Unfälle der vergangenen Monate an und kam erneut zu dem Urteil, dass ein Kreisverkehr wünschenswert wäre. Immerhin hat der Kreis gegenüber der Polizei zugesichert, dass man dort einen festinstallierten Blitzer einrichten wird.

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„Das ist nicht ausreichend“, sagte Peer Kranz (CDU). Er habe den Eindruck, dass man sich hier mit Händen und Füßen dagegen wehre, etwas zu tun. Die Behörde verweigere praktisch jegliche Unterstützung, daher sei die Messanlage schon mal ein Erfolg. „Gut, dass überhaupt etwas passiert“, sagte Kranz.

Tappe sieht kaum eine Chance für einen Kreisverkehr

Einem Absenken der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 70 auf 50 Stundenkilometer erteilte die Polizei eine Absage. Tempo 50 würden die Verkehrsteilnehmer aufgrund des Ausbauzustands nicht nachvollziehen. Zudem seien alle Sichtbeziehungen auch für 70 Stundenkilometer einwandfrei.

„Hier gehört ganz klar ein Kreisverkehr hin“, sagte auch Daniel Kühnpast (SPD). Bürgermeister Thomas Tappe betonte, dass das Thema immer mal wieder auf der Tagesordnung sei und dass er die dortige Sicherheitslage für unbefriedigend halte. „Das Problem ist aber, dass wir als Stadt nur sehr geringe Einflussmöglichkeiten haben. Ein Kreisverkehr, der sicherlich einen sechsstelligen Betrag kosten würde, wäre hier die allerletzte Maßnahme“, sagte Tappe.

„Wir sollten den Druck dennoch aufrechterhalten“, sagte Christian Sommer (SPD). Vielleicht sei das Straßenverkehrsamt irgendwann so genervt, dass es dem Bau eines Kreisverkehrs einfach zustimme. Ebenfalls wünschenswert sei, so erklärte Eckhard Hoffmann von der Stadt Halle, ein Radweg entlang der Nordstraße. „Die Stadt hat bereits erste Gespräche mit Grundstückseigentümern geführt“, sagte Hoffmann. Sie seien jedoch wenig erfreulich verlaufen. Zudem habe Straßen.NRW als Baulastträger mitgeteilt, dass man hier in absehbarer Zeit nicht tätig werde.

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