Kurzfassung des Artikels:
- Deutsche Handballvereine haben in der Champions League erheblich höhere Prämien erzielt als in der European League.
- Der SC Magdeburg hat in der Königsklasse bereits 299.000 Euro eingespielt, während die SG Flensburg-Handewitt in der European League 51.000 Euro erhalten hat.
- Die SG Flensburg-Handewitt und der THW Kiel haben aufgrund der immensen Einnahmeunterschiede die Rückkehr in die Königsklasse für die kommende Saison zum Ziel erklärt.
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Es geht um Ruhm und Ehre – in der Königsklasse darüber hinaus um jede Menge Kohle. Die Champions League ist finanziell der lukrativste Vereinswettbewerb. Beim Blick auf das, was es dort für die Vereine zu verdienen gibt, wird deutlich, warum vehement darum gekämpft wird, dass die Handball-Bundesliga zukünftig einen dritten Startplatz erhält: Der SC Magdeburg, der es wie die Füchse Berlin unter die letzten Acht geschafft hat, hat bereits 299.000 Euro an Prämien eingespielt.
Krösus FC Barcelona 314.000 Euro – und die Berliner nach dem verlorenen Viertelfinal-Hinspiel zuletzt gegen Veszprem (34:35) immerhin noch 280.000 Euro.
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Garantierte Einnahmen in der Champions Leaguegrößer alsGrößer als Zeichen
Gruppenphase: Antreten zum Spiel: 10.000 Euro – Bonus pro Punkt: 5.000 Euro – Bonus für Platz 1/2: 20.000 Euro
Playoffs: Antreten zum Spiel: 10.000 Euro – Bonus pro Punkt: 6.000 Euro
Viertelfinale: Antreten zum Spiel: 10.000 Euro – Bonus pro Punkt: 7.000 Euro
Preisgelder Final Four: Sieger: 300.000 Euro – Zweiter: 225.000 Euro – Dritter: 150.000 Euro – Vierter: 75.000 Euro
European League lohnt sich finanziell erst für Final-Four-Teilnehmer
Wie Peanuts wirkt dagegen das, was die SG Flensburg-Handewitt in der European League bislang eingenommen hat: 51.000 Euro. Am meisten hat im zweitwichtigsten europäischen Vereinswettbewerb bisher neben Montpellier der THW Kiel verdient, der zuletzt gegen RK Nexe Nasice seine erste Niederlage quittieren musste: 53.000 Euro.
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Garantierte Einnahmen in der European Leaguegrößer alsGrößer als Zeichen
Gruppenphase: Antreten zum Spiel: 3.000 Euro – Bonus pro Punkt: 500 Euro
Hauptrunde: Antreten zum Spiel: 3.000 Euro – Bonus pro Punkt: 1.000 Euro – Bonus für Platz 1: 6.000 Euro
Playoffs: Antreten zum Spiel: 3.000 Euro – Bonus pro Punkt: 1.000 Euro
Viertelfinale: Antreten zum Spiel: 3.000 Euro – Bonus pro Punkt: 1.000 Euro
Preisgelder Final Four: Sieger: 100.000 Euro – Zweiter: 75.000 Euro – Dritter: 50.000 Euro – Vierter: 25.000 Euro
Zum Vergleich: RK Zagreb reichte in der Champions League schon ein Sieg in der Gruppenphase, um 80.000 Euro einzustreichen. Denn dort erhält jeder Teilnehmer bereits eine Antrittsgage von 10.000 Euro pro Partie, dazu gibt es 5000 Euro für jeden erspielten Punkt.
SG Flensburg-Handewitt könnte etwas über 150.000 Euro einnehmen
Die Titelverteidigung könnte sich für die Magdeburger also richtig lohnen: Gewinnt der Bundesliga-Primus das Viertelfinal-Rückspiel gegen Pick Szeged und setzt sich auch Mitte Juni beim Final Four in Köln durch, würden sich die Prämien auf satte 623.000 Euro summieren. Als Vierter des Wettbewerbs kämen immerhin noch 398.000 Euro dabei herum.
Sollte die SG Flensburg-Handewitt derweil trotz des mäßigen Auftritts im Viertelfinal-Hinspiel gegen die TSV Hannover-Burgdorf in der European League zum dritten Mal in Folge triumphieren, hätten sich die Norddeutschen damit 156.000 Euro Preisgeld verdient – neben Ruhm und Ehre, natürlich. Als Verlierer des kleinen Finales bliebe am Ende nicht mehr als ein „Taschengeld“ in Höhe von 81.000 Euro hängen.
Angesichts der immensen Unterschiede im Hinblick auf die Prämienregelung ist es kein Wunder, dass nach Jahren der Abstinenz auch die SG und der THW in der kommenden Saison unbedingt in der Königsklasse mitmischen wollen. Die Einnahmen werden dringend benötigt – auch, um die nationale Konkurrenz nicht davonziehen zu lassen.
Prämien in der Champions League
- FC Barcelona 314.000 Euro
- SC Magdeburg 299.000 Euro
- Aalborg Handbold 282.000 Euro
- Füchse Berlin 280.000 Euro
- HBC Nantes 274.000 Euro
- One Veszprem 272.000 Euro
- Sporting Lissabon 259.000 Euro
- Picked Szeged 243.000 Euro
Prämien in der European League
- THW Kiel 53.000 Euro
- Montpellier 53.000 Euro
- RK Nexe Nasice 52.500 Euro
- SG Flensburg-Handewitt 51.000 Euro
- TSV Hannover-Burgdorf 51.000 Euro
- MT Melsungen 51.000 Euro
- FC Porto 50.000 Euro
- HC Vardar Skopje 50.000 Euro